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2 (1873)
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Rietz' Leitung mit grosser Sorgfalt im Gewandhaus-Concert gegeben, eine Mozart'sche Messe unter Haupt-mann^ Leitung in der Nicolaikirche mit angehört wird.Johanna Wagner und Tichatschek bieten auch grosse Ge-nüsse.Aber ein Cellist spielt im Gewandhaus-Concerteine Phantasie über einen tragischen Walzer und regtemich auf, wie der unruhige Schlaf den Fieberkranken.Hiller's D-moll-Concert war pikant, die Leonoren-Ouver-türe Nr. 3 schloss glorreich. In der Thomaskirche Spohr'sOratorium:Die letzten Dinge" mit S. und F. gehört. DieMusik, die mich vor 28 Jahren sehr interessirt hatte, kammir monoton und zu manierirt vor. Im Anhören zogenmir alle Spohr'schen Werke am Ohr vorüber, dieselbethematische, chromatische, enharmonische Behandlungwiederholt sich." .... Nach einem Gewandhaus-Concertfinden wir die Notiz:Ouvertüre und zweiter Entr'acte zuCherubini's Medea hinreissend schön und begeisternd,Mendelssohn's Chor an die Künstler", seiner würdig.Aufnahme vortrefflich." ...

Am 17. December sagt das Tagebuch:Leider ist esmir trotz zehntägiger Bemühungen und vielen Betteinsnicht gelungen, der blinden Sängerin A. Z. einen vollenSaal bei ihrer heutigen Matinee zu verschaffen. Joachimspielte vortrefflich, der neue Ciavierspieler P. trat zumersten Mal auf (freilich alltäglich), die arme Sängerinsang ihre Schweizerlieder und einiges Andere ganz ge-müthlich und doch blieben ihr nur 26 Thlr. übrig."

Zu Weihnachten schreibt Moscheies:Meine Conser-vatoriumsgeschäfte endeten für dieses Jahr mit dem öffent-lichen Prüfungsconcert der Schüler am letzten Donnerstag,das besonders befriedigend war. Alle Productionen warmaufgenommen und die Lehrer von den Directoren be-complimentirt."

Als der Weihnachtsbaum angezündet wird, kann dieälteste Tochter mit ihren beiden Knaben dabei erschei-nen; der jüngste hat wenige Wochen zuvor im elterlichenHause das Licht der Welt erblickt;sein und der Muttergedeihlicher Zustand unser schönstes Geschenk", sagt das