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den Bürgern Leipzigs eine Schutz-wache, der auch Mosche-les beitritt. Aber er selbst pflegte über seine geringenTalente zu kriegerischen Unternehmungen zu scherzen;als Waffe hat er sich die Pike gewählt, und als er voneinem Nachtdienst heimkehrte, erzählte er, wie Brassin(der Bassist am Leipziger Theater), der auch auf Wache-war, sich gemüthlich mit ihm über die letzte Aufführung•des Don Juan unterhalten, „so dass die Zeit schnell undangenehm verstrich."
Im September schreibt er dem Vater: „Die Privat-Prüfungen im Conservatorium, denen bald die öffentlichenfolgen werden, nehmen mich jetzt sehr in Anspruch; eshaben sich mehr neue Schüler gemeldet, als sich in die-sem Jahre erwarten Hessen, und Schleinitz, Preusser undDr. Seeburg sind die theilnehmendsten unter den Direc-toren. Ersterer dirigirt das Institut mit derselben Liebe,die ich ihm weihe, von derselben Triebfeder beseelt; esist eine Gründung, ein Vermächtniss des Freundes Men-delssohn. Mendelssohn's musikalischer Nachlass-, unterdem sich noch einige nicht publicirte Werke befinden, istin Schleinitz' Händen als Vormund der Kinder. Einsdieser Werke, „Reformations-Symphonie", wurde gesternganz privatim probirt. Es athmet kirchlichen Ernst undgefiel mir, wie er selbst auch daran zu tadeln hatte.Kannte er doch die Tiefe und Würde des geistlichen Stylsso gut wie den Spuk der tanzenden Elfen, oder die Ge-nau thlichkeit der Lieder! Sein Genie wird meinen Geistnähren, so lange ich lebe."
Auch der Gedächtnissfeier im Conservatorium anMendelssohn's Todestage gedenkt er tief gerührt. „Nurdie Professoren und ihre Frauen geladen und Alles inTrauer. Es wurde Musik gemacht, und Seeburg hieltvor Mendelssohn's Büste eine Rede, in welcher er dieSchüler ermahnte, ihrem grossen Vorbilde, dem Gründerdes Institutes nachzustreben. Uns ergriff die Feier sehr,besonders eines der letzten Lieder von Mendelssohn, dasFrau Frege mit dem ihr eigenen rührenden Ausdruckund Schmerz vortrug; dann aber auch das tief aufgeregte
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