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Bitte war nicht zu widerstehen und so ward aus dem, Jadis et aujourd'hui" — les Contrastes, womit der Freundsich einverstanden erklärte.
Lassen wir nun wieder das Tagebuch sprechen, am3. October: „Nachdem Mendelssohn's mit uns gegessenhatten, unterhielten Felix und ich uns am Ciavier mit Fugenund Giguen von Bach; dann aber ahmte er, vortrefflicheine Polka der Frankfurter Stadtmusikanten nach, die er zuseinem Verdruss hatte unzählige Male hören müssen." . . .
Am 5. October. „Den ganzen Nachmittag bei Men-delssohn bei freundlichster Aufnahme und gemüthlichenMittheilungen über hiesige Kunstverhältnisse. Er spieltemir sein letztes Quartett vor; alle vier Stücke in F-moll.Der leidenschaftliche Charakter des Ganzen und diedüstere Tonart scheinen mir ein Ausdruck seines tief-erschütterten Seelenlebens; er kämpfte noch mit demSchmerz über den Verlust seiner Schwester. Auch einigeManuscript-Lieder zeigte er mir. Alles gemüthlich, wennauch nicht immer originell."
Am 7. October. „Mendelssohn holte mich zum Spa-ziergang ab; obgleich es regnete, wandelten wir unterden interessantesten Gesprächen im Rosenthal. Die Zeitverfloss köstlich."
Am 8. October. „Prüfung im Conservatorium. Men-delssohn schrieb mit Kreide Generalbass - Exempel, alsProbestein für die Schüler, auf eine Tafel; während diesesie ausarbeiteten, skizzirte, er reizende Landschaften mitder Feder. Ein stets schaffendes Genie!"
„Nachmittags und Abends waren wir in seinem Hause.Er spielte mit Rietz seine D-dur-Sonate mit Cello und diebeiden Beethoven'schen Op. 102, mit mir meine Sonatesymphonique, ich mit E. les Contrastes."
Am 9. October holte Mendelssohn Charlotte und michzum Spaziergang ab; wir sahen ihn matt und langsamdurch den Garten in's Haus kommen. Auf die theil-nehmende Frage meiner Frau, wie es ihm gehe, antworteteer: „Wie es mir geht? Grau in grau geht es mir." Sietröstete, dass das sonnige Wetter, der Spaziergang ihm
Moscheies' Leben. II. to