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2 (1873)
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gut thun würden. Und wirklich wurde er während un-serer Wanderung durch's Rosenthal so frisch und belebt,dass wir sein Unwohlsein vergassen. Er erzählte vonseinem letzten Besuch in London, seinem Besuch bei derKönigin, wie sie ihm hübsch vorgesungen, nachdem erihr und dem Prinzen vorgespielt; wie sie dann höchstliebenswürdig gesagt:Er habe ihr so oft Freude ge-macht, wodurch könne sie ihm nun eine machen?" Wieer gebeten, die Kinder zu sehen, und wie sie ihn dann indas vortrefflich gehaltene Kinderstuben-Revier geleitet, diekleinen Prinzen und Prinzessinnen so wohlerzogen undartig, dass es ihm wahre Freude gemacht. Dann spracher über den bevorstehenden Geburtstag seiner Frau, zudem er einen Mantel gekauft." Ein anderes unschätzbaresGeschenk war ihr aber auch von ihm für diesen Geburts-tag vorbereitet. Als er nämlich mit Klingemann eineTour nach Schottland gemacht, führten Beide zusammenein Tagebuch; Klingemann dichtend, Mendelssohn zeich-nend. Diese flüchtigen Skizzen waren nun ausgearbeitet,vereinigt und gebunden; doch war er, der seine Fraudurch dies Angebinde erfreuen wollte, schon todtkrank,als er es ihr überreichte!

Wir trennten uns", sagt das Tagebuch,gegen i Uhrin heiterster Laune." Aber schon am selben Nachmittageward er im Frege'schen Hause sehr unwohl. Dorthin warer gegangen, um die von ihm so hochgestellte Künstlerinauf's Neue zu bereden, sie möge in der bevorstehendenAufführung seines Elias singen.Sie scheut sich vor derOeffentlichkeit, hatte er uns schon in den vorhergehendenTagen gesagt, weil sie viel am Hals gelitten hat; aber sowie sie wird's doch keine singen; ich muss ihr Muthmachen."

Die wörtlich hier folgende Mittheilung über seinenBesuch bei Frau Frege_ am 9. October verdanken wirpersönlicher Mittheilung:Als er eintrat, waren seineWorte:Ich komme heute und alle Tage, bis Sie mirIhre Zusage geben, und nun bringe ich wieder die ver-änderten Stücke (des Elias) mit. Eigentlich ist mir aber