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einigen Freunden. Erst am 17., also nach seiner Abreise,erreichte die folgende Sendung Cöln:
„Verehrter Freund! Se. M. der König, der erfahrenhat, dass sie in diesen Gegenden sind, hat befohlen, Sieeinzuladen, dem Hof-Concerte beizuwohnen, welches derKönig in seinem Schlosse zu Coblenz morgen Abend,Sonnabend den 16. giebt. Diesen mir sehr verehrten Auf-trag giebt mir diesen Augenblick der Herr Graf vonRedern im Namen des Königs. Aber es ist Mitternacht,das Concert in Stolzenfels ist eben vorüber, und es istdaher nicht möglich, Ihnen diese Zeilen vor Sonnabendfrüh nach Cöln abzusenden, mögen sie nicht zu spät kom-men. Auf jeden Fall werden sie Ihnen ein Zeichen derachtungsvollen und freundlichen Erinnerung sein, in wel-cher Ihr Name beim König steht. Herzliches Lebewohl,theürer Freund. Ihr ganz ergebenster *
Meyerbeer."
Herr Lefebre vom Hause Eck in Cöln hatte diesBillet mit einigen Zeilen des Bedauerns begleitet, da ervoraussah, dass sie Moscheies nicht rechtzeitig zukommenwürden. Als Moscheies dem Schwiegervater eine Copiederselben einschickt, schreibt er dazu:
„Ich überlasse es Ihrem Scharfsinn, das „Warum"und „Wieso" dieser Transaction zu ergründen; warumich nicht schon in Bonn zugleich mit den andern Künst-lern zu den Hofconcerten geladen wurde? Wieso desKönigs Befehl mich nicht rechtzeitig erreichte? Ein könig-licher Bote, Sonnabend früh den 16. d. M. von Stolzen-fels abgesandt, musste mich schnell in Cöln treffen, meintman....."
In ihren Genüssen durch diesen Zwischenfall nichtgestört, macht, die Familie Moscheies die Rheinfahrt gleich-zeitig mit der Prinzessin von Preussen, und geniesst aufdem Dampfer erst ihre huldvolle Unterhaltung, dannAbends den herrlichen Effect der für sie beleuchtetenBerge und Ruinen, „ein feenhafter Anblick."
Ein stilles, freundliches Eckchen des Lichtenthals bei
iloscheles' Leben. II. . jq