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2 (1873)
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Compositionen in der französisch leichten Manier gehal-ten sind. Auch eine Quadrillen- und Polka-Oper von Verdifür Singstimmen, Klappentrompeten, Posaunen und grosseTrommel habe ich. gehört; sie heisst Ernani. Am nächstenAbend als Contrast im Ancient-Concert, ein Concert vonEmilio de! Cavaliere, 1600 componirt für "Violino francese,Chitarra, Teorbo, Arpa, Organo, Violino etc. Die bekannteRomanesca aus dem 15. Jahrhundert erinnerte mich anReifröcke und Puder."

Sir Henry Bishop hatte die drei ersten Philharmoni-schen Concerte dirigirt, die übrigen fünf wurden Mosche-les übertragen. Er redete in der Probe das Orchesterungefähr so an:

Meine Herren! Indem wir hier zusammen auftreten,möchte ich Ihre Leistungen mit den Fingern einer vor-trefflich ausgebildeten Ciavierspielerhand vergleichen. Wol-len Sie mir nun erlauben, die Hand zu sein, welche dieseFinger in Bewegung setzt, darf ich diese durch alle In-spirationen zu beleben suchen, welche mir die Meisterstets einflössen, und können wir uns in diesen Inspiratio-nen begegnen, so werden wir Grosses leisten." Einandermal bei Gelegenheit einer Beethoven'schen Sym-phonie theilt er dem Orchester mit,wie er in Wiendiese und des Meisters andere grosse Werke als Novi-täten gehört und wie er die Traditionen der Tempo'sbewahre, die Beethoven damals in seiner Direction an-gab." Endlich erregt er noch grosse Heiterkeit, indem erBeethoven's Action beim Dirigiren nachahmt: das sichmehr und mehr Herabneigen bis zum Verschwinden beiPiano-Stellen, das allmähliche Erstehen beim Crescendound das sich auf die Zehen Erheben und Aufhüpfen beimFortissimo.

Doch vergisst Moscheies nicht hinzuzufügen:So wieich aber den grossen Mann in seinen Werken nicht er-reichen kann, so will ich mich hüten, seine Action nach-zuahmen; bei ihm war es Originalität, bei mir wäre esCaricatur." Bei solchen Gelegenheiten drückten die Fidel-bögen und die Klappen der Blasinstrumente ihre Zustim-