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"brief von Mendelssohn, aber sein Talent ist die beste Em-pfehlung." Gleich wird „eine kleine Musik" für ihn ver-anstaltet. „Erst", sagt das Tagebuch, „freute ich mich überihn und E zugleich, wie sie Mendelssohn's schönes D-moll-Trio machten, dann überraschte mich Joachim's männlichesund brillantes Spiel in Variationen von David und Rondovon De Beriot. Das ist wieder einmal ein echtes Talent."
Moscheies führt ihn in's erste Philharmonische Con-cert, „damit er doch auch höre, wie's in London her-geht", aber es geht nicht besonders gut. Die Musikerstanden kampflustig in Reihe und Glied, griffen auch gutan, zur Verfeinerung des Geschmackes im Vortrag vonBeethoven, Spohr und Weber geschah nichts. Buddäusauf dem Klavier, Parish Alvars auf der Harfe liessen ihreBravouren hören, der Gesang war gleichgültig."
Die Frau schreibt: „Moscheies hat schon lange dar-über nachgedacht, wie er unseren Mädchen etwas „Theorie"beibringen könnte, ohne sich und sie zu langweilen undhat endlich den Beschluss gefasst, ihnen noch einigeDamen zuzugesellen, mit denen er sie gemeinschaftlichunterrichtet. Er will die Sache nach Art der französischenKlassen von Mr. Roche einrichten und hofft durch An-stachelung des Ehrgeizes im raschen Antworten der ansich trockenen Sache, Leben und Interesse zu verleihen."Die eingeborenen Musiker benutzen die Winterszeit zuöffentlichen Matineen, ehe der Continentalstrom der Saisondas Eiland musikalisch überfluthet; es fehlt auch nicht anöffentlichen Diners und sonstigen mit Musik verwebtenProductionen, bei denen Moscheies bethätigt ist; aberauch Sivori und Ernst sind schon da, und mit Letzteremzugleich tritt er im zweiten Philharmonischen Concert auf.Das Tagebuch sagt: „Ich spielte mein G-molhConcert mitdem Kraftaufwand der Mannesreife und ward sehr gutaufgenommen; ebenso Ernst mit Spohr's Gesangsscene.Seine gigantischen Variationen über den „Pirata" riefeneinen Beifallssturm hervor."
In der Italienischen Oper hört man die reizend jugend-liche Grisi mit Mario, Fornasari und Lablache in den Pu-