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Balzac's Drama „Pamela Rigault" und eine Vorstellungder noch immer schönen, und doch bis in die Kaiserzeithinein reichenden Dlle. Georges werden als besonders in-teressant genannt. Mitte October sind die Reisenden glück-lich in London angelangt und gleich begrüsst uns derAusruf im Tagebuch: „Welche Freude mir mein Erardund mein Collard machen! Sie sind nicht einmal verstimmt;meine soeben componirte Etüde in Cis - moll, 6 / 8 - Tact,machte sich gut darauf."
Der siebenzigjährige Tenorist Braham giebt noch einConcert und singt über Erwartung gut, freilich mit vielabgeschmackter Coloratur; sein Sohn Charles singt auch,der andere, Hamilton Braham hat eine Kraftstimme. DerCiavierspieler Buddaeus wird wegen seiner Bravour beiNettigkeit und Selbstruhe gelobt, Mme. Dulcken in denSoireen, die sie im eigenen Hause giebt, von Moscheiesals Accompagneur und Spieler unterstützt, ihre eigenenLeistungen sehr von ihm gewürdigt. Sein Amt als Be-gleiter von Vocalsachen nennt er oft „Ungeduld erregenddurch schleppende Tempo's."
Als ein sonst eben nicht freundlich gesinnter Bericht-erstatter seinen Tadel (man wusste nicht warum) plötzlichin hochfahrende Lobsprüche umwandelte, sitzt Moscheies,wie gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten, ruhig schmun-zelnd da, während Frau und Kinder mit grosser Lebhaf-tigkeit die Sache commentiren, und am Schluss sagt er:„Ja, Ihr seht, ich bin immer der glückliche Prinz, meineNeider können mir Nichts anhaben, müssen also zuletztdoch wieder Freunde werden."
Auch in diesem Winter muss er sich die „langweilig-sten Compositionen vorreiten lassen", eine Soiree mit-machen, in der obenan „der erste der Haubenstöcke sass,unausstehliche Dilettanten-Musik war, und ich selbst spielte,— aber schlecht."
Die Frau schreibt, wie man im Hullah'schen HauseMendelssohn's Athalia brav aufführt, von Moscheies be-gleitet. Ueber Balfe's neue Oper „the Bohemian girl", diezum ersten Mal gegeben wird, sagt Moscheies: „Die über-