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Eglise St. Mery, seine Ausschmückung der Chapelle desaveugles sind sehr grossartig." Seit dem Beginn seinerLaufbahn hatte dieser Künstler fast ununterbrochen fürdie Kirchen und Sammlungen des Staates zu arbeiten;sein Bruder Rudolf geniesst gleichfalls den Ruf einesausgezeichneten Malers, er lebte lange Jahre in Rom.Moscheies hatte von dem Vater der Künstler bei einerseiner ersten Kunstreisen in Hamburg gastfreie Auf-nahme gefunden und verdankte ihm manche künstlerischeAnregung. „Als wir die Fresken besahen, fährt Moscheiesfoit, bat man mich, Etwas für die Blinden zu spielen;sie umstanden mich mit einem Enthusiasmus, der mich an-regte; sie dankten mir, meine Hände küssend, mit einerRührung, die mir eine Thräne in's Auge brachte. Wirhaben hier in Paris wieder viel gesehen und bewundert,mit Meyerbeer, St. Heller, Benedict, Ernst und Halle'sgemüthliche Stunden verlebt, aber auch den jungen Kalk-brenner eine seiner eigenen Compositionen spielen hören (?),die t Arme auf den Handleiter gestützt, wie ein Gicht-brüchiger."
Acht Tage später heisst es: „Man hat mir zugesetzt,doch nicht ungehört aus Paris fortzugehen und ich habemich zu einer Matinee bei Erard entschlossen." — Eswerden vierhundert Personen dazu geladen. Moscheiesspielt viel, den Hörern nicht genug. Immer wieder musser an's Ciavier, mit stets erneutem Beifall. Dennoch lässter sich nicht bereden, eine zweite zu geben.
Am dritten October heisst es: „Grossen Spass machtees mir, Halevy im Gefängniss zu besuchen. Er hatte sichirgend Etwas in seinem Dienste als garde national zuSchulden kommen lassen und musste achtundvierzig Stun-den sitzen. Viele berühmte Maler müssen schon vor ihmdasselbe Schicksal in demselben Local gehabt haben, dennphantasiereiche, mitunter excentrische Gruppen waren andie Wände gezeichnet und gemalt. Wir unterhielten unseben so gut „aux haricots" (dies der Spottname des Ge-fängnisses), wie wir es in seinem eigenen Hause gethanhätten, um so mehr , als seine junge Frau dabei war."