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sonders für seinen Carneval de Venise goldene Lorbern.Dann erschien der Geiger Ernst mit seinem grossen Tonund der deutschen Wiedergabe Beethoven'scher Sonaten.Diese wird im Tagebuch stets als „grossartig", als „einwahrer Genuss" besprochen, während Moscheies die „Ele-gie zu süsslich sentimental, ja weinerlich, obwohl vortreff-lich gespielt" nennt. „Am achtzehnten Juli", sagt dasTagebuch, „sollte Ernst einen eclatanten Triumph feiern."Bunsen und Viele durch Und mit ihm hatten eifrig fürGründung eines deutschen Hospitals in London gewirkt,und als man auch von einem für den Zweck zu gebendenConcert sprach, waren die deutschen Künstler Alle be-reit, sich dabei zu betheiligen. „Dort nun", sagt das Tage-buch, „zeigte sich Ernst zum ersten Mal in seiner ganzenGrösse vor einem englischen Publicum. Er spielte Spohr'sGesangs-Scene, seine Othello-Variationen, etwas von May-seder und den Carneval de Venise, und riss durch seinehohe Meisterschaft das Publicum zu stürmischem Bei-fall hin."
Indessen war aber auch der grösste der Geiger, Spohrnach London gekommen, und fand als Componist, Diri-gent und als ausübender Künstler die höchste Anerken-nung. Seine „Weihe der Töne" wurde unter seiner Leitungim Philharmonischen Concert gegeben, wo er auch seinConcertino spielte, später veranstaltete die Gesellschaftihm zu Ehren eine Extra-Aufführung, welche auch dieKönigin besuchte. Man gab seinen Macbeth, Mendelssohn'sHebriden und die Freischütz-Ouvertüre, Mozart's D - dur-Symphonie ganz und die neunte zur Hälfte, Alles unterSpohr's Leitung, der auch sein Andante und die Polonaisein B-dur spielte. Das Publicum lohnte ihm durch rauschen-den Beifall, die Directoren durch ein. Geschenk. — Auchdie Sacred härmonic society wollte den Meister durcheine Aufführung seines „fall of Babylon" in Exeter-Hallehren. „Das Allzutheatralische dieses Werks kam ihmvor dem gemischten Publikum dieses grossen Locals gutzu Statten", sagt das Tagebuch. „Es ergötzte sich an denmilitärischen Trommeln und „den verschiedenen Tanzrhyth-