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diese sanfte, echt weibliche Natur als Lebensgefährtin be-sitzt; sie ergänzen einander vollkommen." Moscheies sagt:„Er spielte mir seine Antigone - Chöre vor, sang oderbrummte dazu und genug, es wurde mir daraus klar, wiegross und edel das Werk ist; der Bacchus-Chor im echtenGeist."
Man begegnet einander gesellig und musikalisch beiGrote's, Kemble's, Benedict's und in anderen Häusern,und haben die beiden M's. * gespielt, so vertritt MissKemble die Vocalmusik und Mrs. Butler liest Shakespeare.„Aber Duprez' französische Romanzen wollten da nichthineinpassen."... „Bei Alsager spielten wir Beethoven'scheSonaten und ich glaube, wir spielten heute noch, wenn'snach dem Hausherrn ginge."... „Die neue A-moll-Sinfonieist wieder eine Perle; die Subscribenten des Philharmonieaber auch ganz bereit, sie als solche anzuerkennen underst wir von der Musikergilde!"... „Anton Bohrer brachteseine talentvolle fochter, die schon viel leistet."... „Ganzist ein ausgezeichneter Cellist."...
In der Julihitze nennt das Tagebuch „die lästige Arbeitnoch lästiger" und meldet kurz darauf mit Behagen denLandaufenthalt bei den Lieben in der Nähe Hamburgs,fern von der eingeäscherten Stadt, den thurmlosen Kirchen,den öden Brandmauern statt der wohlbekannten Häuser."...„Aber Gottlob, die Noth ist gestillt, die Obdachlosenuntergebracht."
Als die Familie im September ächied, war es in Be-gleitung einer Nichte, „ein musikalisches Pflegekind fürmich", sagt Moscheies, „das aber auch gern tanzt, so dasswir unsern Sonnabend, nachdem wir viel musicirt, ge-wöhnlich mit einem Tänzchen beschliessen."
Die deutsche Oper mit Frau Stöckl-Heinefetter, Hai-zinger und Staudigl bietet grosse Genüsse, doch rügtMoscheies es, dass sie ihre Vorstellungen mit Robert derTeufel und einem gemischten Concert schlössen. „Das istkein würdiges Ende." Im Matrimonio segreto gab's zulachen. „Chorley hatte ihn geschickt in's Englische über-tragen; Miss Kemble im Gesang sie selbst, im Spiel die