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Eurer Kinder bin." Ein Brief an die Schwägerin sagt:„Du fragst, ob Deine Töchter Generalbass lernen sollen?Und ich sage ja. Freilich findet sich keine practische An-wendung für das Studium, wenn es nicht unermüdlichund Jahre lang verfolgt wird; doch hilft es, selbst dilet-tantisch betrieben, zum besseren Verständniss guter Com-positionen, indem es ihre Structur begreifen lehrt; ist esdoch die Grammatik der Tonkunst, also eine unerläss-liche Hülfe zum tieferen Eindringen in ihr Wesen. DasLesen eines bezifferten Basses ist nothwendig, wenn manalte Musik begleiten will und endlich auch eine Stufezum Partiturlesen. Wähle Dir als Lehrer einen gutenTheoretiker oder Organisten, vielleicht -Schwenke; dennwas ich von ihm gesehen habe, lässt mich auf seineGründlichkeit schliessen . . . ." Fast gleichzeitig schreibter Folgendes an die Wiener Freundin, Frau von Lieben,eine geborene Lewinger: „Auf Ihre Anfrage wegen desUnterrichts Ihrer Kinder sage ich: Sie müssen beimClavierspiel Ihrer Kleinen nur insofern auf die Kraftaus-bildung bedacht sein, als die von Natur schwächeren vier-ten und fünften Finger den anderen gleich werden sollen.Den Handleiter halte ich für überflüssig. Der Schülermuss anfänglich dazu angehalten werden, die Arme undHände auf eine natürliche Weise zu halten — Ellenbogenund Handgelenk weder zu hochtragend, noch herabhän-gend zu gebrauchen. Ein aufmerksamer Lehrer und guteVorbilder müssen das Beste hinzu thun. Gutes Tacthaltenund Ausdruck müssen zugleich, doch um weniges später,,entwickelt werden. Variationen und Phantasien über Opern-thema's passen weniger zur Entwickelung eines eigentüm-lichen Styl's, weil darin das Ohr zu sehr an den bekanntenFormen hängt. Original-Werke von guten Meistern sindnützlicher. — Aber wenn das Alles mit dem Handleiter geübtwerden sollte (wie Kalkbrenner empfiehlt, der sich noch täg-lich dessen bedient), so muss das Gefühl schlafen, währenddie Hand sich bewunderungswürdig — steif bewegt.Was wäre aus uns älteren Clavierspielern und aus denThalberg und Liszt geworden, wenn sie sich des Hand-