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könnt denken, wie uns der Antrag nach allen vorher-gegangenen abschlägigen Antworten befremdete; aberbald trat alle Persönlichkeit in den Hintergrund und auchalle Bescheidenheit, muss ich Euch gegenüber hinzufügen;denn das haben wir ja gesehen, dass es hier Niemandemals Moscheies gelungen ist, die neunte Symphonie zurGeltung zu bringen." .... Wie erfolgreich aber Mosche-les' Bemühungen für die gute Aufführung des Meister-werks waren, beweist ein Bericht in der Times vom 4. Mai1841, der uns vorliegt und aus dem wir folgendes aus-ziehen.Künstler und Liebhaber gestehen es jetzt gernzu, dass Beethoven's neunte Symphonie eben so sehrdurch Grösse und Erhabenheit wie durch Einfachheit aus-gezeichnet ist. Diese Anerkennung verdanken wir zumgrossen Theil Moscheies, der sie mit aller Sorgfalt diri-girte. Er übertrifft fast alle unsere Musiker in diesemTalent, da er, wenn er den Tactstock schwingt, das Or-chester führt, während Andere sich von ihm leiten lassen.Nichts könnte diese .Concerte so sehr heben, als Mosche-les' permanente Anstellung als Dirigent; er, der stets demOrchester die gehörige Achtung einflösst, würde es auchstets zu neuen Erfolgen führen."

Im achten Concert war die ganze Aufmerksamkeitauf Liszt gerichtet. Wohl entlockte die gleichgültig ge-spielte Symphonie von Beethoven Moscheies einige Seuf-zer, doch das Publikum schien nur auf den Vielbesproche-nen zu harren und als er endlich hervortrat, um das Sep-tett von Hummel zu spielen, war man auf Ungeheuerlichesvorbereitet, horte aber nur, wie das Tagebuch sagt,dasbekannte Stück, mit der vollendetsten Technik, mitunteretwas himmelanstürmend, im Grunde aber ohne Extra-vaganz und mit vortrefflichem Vortrag; denn darin liegtja das Gepräge von Liszts Geist und Genie, dass er voll-kommen weiss, wo, vor wem und was er zu Gehör bringtund seine Alles leistenden Fähigkeiten als Mittel zu denverschiedensten Effecten benutzt."

Während Liszt mit dem Plan umging, eine Professuram Conservatorium in Brüssel anzunehmen, verbrachte