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der ersten Hälfte der Concerte müssen sie dies bereuthaben, denn er bekam öffentlich und privatim viele An-träge, eine Nachwahl, die ihn zum Mitdirector machte,verspätet anzunehmen, weigerte sich jedoch standhaft.Nach jedem der Concerte, denen er regelmässig beiwohnte,finden wir Seufzer über „das Herunterspielen unserer deut-schen Klassiker"; das Orchester nannte er ein „seelenloses",die Clavierconcerte nicht im „richtigen Geist begleitet",und als Mendelssohn's Lobgesang aufgeführt wird, meinter, „so eine Aufführung könne er den Philharmonischennie verzeihen." Die öffentlichen Blätter und mit ihnen das-Publikum schreien nach Novitäten; warum nicht Etwasvon Berlioz? Auf dem Continent spiele man ihn, weshalbnicht in England? So gab man die Ouvertüre zu den„francs juges", die jedoch auf's Ungünstigste aufgenommenwurde. „War das Chaos, das ich hörte", sagt das Tage-buch, „in der Composition oder in der schlechten Auffüh-rung zu suchen? Das kann ich nach einmaligem Hörennicht bestimmen."
Ein andermal heisst es: „Miss' Birch und Phillipssangen brav wie immer, die Ouvertüre zum Beherrscherder Geister stürmte daher und wurde brillant aufgenom-men. Die Melusine hingegen Hess kalt, blieb unverstan-den, zündete vielleicht nicht, weil ihr der brillante Schlussfehlte. Genug, die Unverständigen und Neider wollen schonvon Failure sprechen, während wir ihnen zürnen, jagrollen."
Im vierten Concert erschien Vieuxtemps zum erstenMal als Spieler und Componist und erntete gerechtenBeifall für seine Virtuosität; es traten auch viele Anderemit Erfolg auf, dazwischen aber erhoben sich Stimmen,welche die neunte Symphonie wiederverlangten und alsnun Moscheies angetragen ward, diese zu dirigiren, dawar sein Widerstandsgeist gegen die Directoren über-wunden , denn er konnte, er wollte es nicht abschlagen,dies Riesenwerk auf's Neue zu Gehör zu bringen. „Kannich sie dem Publikum zugänglich machen, so muss ich esauch", sagt das Tagebuch. Und die Frau schreibt: „Ihr