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nur das Zeigen und Aussprechen nicht gerade hier zuLande die schwache Seite) und was er nirgends stärkerals bei uns finden kann: die innigste Verehrung undLiebe zu seiner Person und seiner Kunst, die aufrich-tigste Dankbarkeit für die grossen herrlichen Genüsse,die er uns bereitet hat. Das ist noch unser tägliches Ge-spräch , und sogar der kleine Carl lässt keinen Tag hin-gehen ohne zu fragen: Papa, wie spielt der Onkel Mo-scheies? Und dann suche ich's mit den Fäusten in Es-dur% - Tact nachzuahmen, so gut ich kann; es kommt aber
erbärmlich heraus. Nun kommt ein Lied*).....
„Nun will ich aber meiner Frau die Feder überlassenund blos noch meine besten, schönsten Grüsse für Emily,Serena und für Felix und Clara hersetzen; rufen Sie michdem Gedächtniss der lieben Kinder ja zuweilen zurück.An Moscheies ist der Brief mit. Wie ich mich seiner Er-folge in Prag gefreut habe, brauche ich nicht erst zusagen; möge er auch an uns zuweilen mit Freundlichkeitzurückdenken und uns auf die Nachricht seiner glück-lichen Ankunft bei ihnen nicht zu lang warten lassen.Leben Sie wohl, liebe Mme. Moscheies. Stets
Ihr ergebenerFelix Mendelssohn-Bartholdy.
1841.
Die musikalische Welt war in diesem Winter vielfachdurch die Vorgänge in der Philharmonischen Gesellschaftbeunruhigt. Die althergebrachte Sitte hatte manchen indie Verwaltung eingeschlichenen Missbrauch geheiligt,,weshalb sich die Subscription vielleicht weniger ergiebigals in früheren Jahren erwies. Die Directoren hatten sichgegenseitig wieder erwählt, und Moscheies, der stets aufNeuerungen antrug, übergangen. Doch schon während
*) Es ist des Hirten "Winterlied: „O Winter, schlimmer Winter" ;alle drei Verse auf selbstgezogenem Notensystem zierlich in den Briefhinein geschrieben.