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2 (1873)
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will. Nun über die andern hiesigen Familien-Verhältnisse;es ist ein langes Kapitel. . . ."

Ein Brief aus Prag vom 28. October 1840 enthält nurPersönliches und die Versicherung, dass er allen Concert-gebenden Gelüsten widerstehe, um zurück zu eilen; aberam 31. schreibt er ihr:

11 Uhr Nachts, eine Stunde nach meinem Concertfür Wohlthätigkeits-Anstalten, in welchem ich fünfmal ge-rufen ward.

Wie sonderbar, wunderbar, lenkt Gott unsere Pläne,oft ganz anders, als wir sie uns erdenken! Nachdem ichDir am 21. über mein Nichtspielen geschrieben, den Auf-forderungen der Verwandten und Kunstverwandten, ja so-gar des Stadthauptmanns Hofrath von Muth widerstan-den hatte, entschloss ich mich doch, nicht aus meinerVaterstadt zu scheiden, ohne füreine Wohlthätigkeit"gespielt zu haben und der Entschluss des 28. ward, Avie-Du siehst, am 31. ausgeführt, der Ertrag für zwei Spitäler.Wie mein Herz hoch schlug, als ich die Mutter in eineLoge brachte, kann ich nicht beschreiben. Viele Augen

des brechend vollen Hauses waren auf sie gerichtet.....

Dass Du für mein Wohl wachtest, war mir der begeisterndeGedanke; denn wie sich Alles hier vereinigt, um micheine glückselige Zeit erleben zu lassen, so musste auchDein Brief gerade heute ankommen.

Die Beschreibung des Concerts mündlich: ich hatteeinen neuen Graf'schen Flügel von Fr. v. Lemel geliehenbekommen, der mir sehr zusagt. Ich habe heute, 1. Nov.,.der Gratulationsbesuche für meine gestrigen Erfolge zuviele, um ruhig schreiben zu können. Dionys Webermit seiner Freude und seinem Lobe steht obenan (natür-lich von seinem Standpunkt aus zum Nachtheil aller an-dern Claviergrössen). Er hat mir eine Orchester - Auf-führung der Schüler des Conservatoriums gegeben undmich in die Bibliothek geführt, in der auf seine Veran-lassung eine Marmorbüste von Mozart aufgestellt, des-sen Werke gesammelt werden. Du siehst, er ist seitmeiner Kindheit seiner Ueberzeugung treu geblieben----- "