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kommen und im Abonnements - Concert zu spielen; dochüberlege ich noch und habe nichts versprochen. Die guteMme. Mendelssohn wollte, dass wir schon um £ / 2 i Uhrässen, da ich um 2 Uhr abfuhr; aber vor lauter Visitenund Reise - Vorbereitungen musste ich immer vom Tischaufstehen und zuletzt die Mehlspeise im Stich lassen; dabekam ich meine Portion mit in die Eisenbahn, an diemich Felix und Chorley begleiteten. Wirklich, ihre Gast-freundschaft hatte keine Grenzen.
In Dresden besuchte ich die Schröder - Dcvrient undsie empfing mich mit einem Kusse. Erschrick aber nicht,sei nicht eifersüchtig, es war ein junger Garde - Officierdabei und sie stellte mich vor, als ihren alten FreundMoscheies. Sie fragte mit aller Herzlichkeit nach Dir undden Kindern, wollte, ich solle Concert geben und siewerde darin singen, lobte mich viel auf Kosten Anderer,wollte eine Oper ansetzen an dem Abend, wo ich vonPrag wieder durchkäme — genug, sie war ganz sie selbst.Ich verliess sie in Gesellschaft des genannten Offiziers,machte noch einige Visiten, und fuhr hinaus in Regenund Sturm. Nun kurz Adieu, die Blicke der Mutter schmach-ten nach mir....."
„Prag, 24. October 1840, Abends..... Heute hatte ich auch den Herzensgenuss, meinegute Mutter, die mehrere Wochen nicht aus war, am Armspazieren zu führen. Deinen Brief hatte sie mir bei Tischeunter die Serviette gelegt. . . . Der gemachten und em-pfangenen Visiten ist kein Ende; aber ausser der Familienahm ich nur bei Lemel's eine Einladung zum Speisen anund fand wie immer die herzlichste Aufnahme. Sogar dieMutter gab eine Soiree — nur Verwandte. Natürlichmusste ich spielen, zuletzt mit verkehrter Hand, mit derFaust, dann Strauss'sche Walzer, weil die Jugend tanzenwollte — und unter der Jugend tanzte auch — die Mutter!Eine mir unvergessliche Freude; ich möchte lachen undweinen darüber. Ich glaube, ich habe sie durch mei-nen Besuch verjüngt; Du fühlst mir nach, was das sagen