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2 (1873)
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nem Instrument gehört habe. Um 8 Uhr!! war das Con-cert aus, doch leerte sich der Saal langsam, weil es reg-nete und in Leipzig kein Fiaker zu haben ist! So plau-derten Mendelssohn's und ich noch eine Weile mit Schuncksund endlich gingen wir im Regen nach Hause. Diewarme Stube und der Thee waren gemüthlich, ebensounsere Unterhaltung am Ciavier, wo mir Mendelssohneinige seiner letztgedruckten Lieder vorsang, die ich mit-bringen werde. Dann sagte er:Cecile, Du musst es auchwagen, Moscheies ein Liedchen vorzusingen und Dir vonihm accompagniren zu lassen." Sie machte dieselben Ent-schuldigungen, wie gewisse Leute, doch sang sie das alt-deutsche Lied

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und ein paar andere mit kleiner Stimme, jedoch rein in-tonirt, auch ein hübsches Lied von Hensel....."

Montag___Unter den Besuchen, die ich heute machte,

war mir der bei Schumann's der interessanteste, Aveil mirdie Frau eine Bach'sche Fuge vorspielte; auch der beiHofrath Rochlitz wurde lang, weil er viel Liebenswürdi-'i ges und Interessantes sprach.

Ich hatte eine grosse Abrechnung mit Kistner; dannkamen er und Baurath Limburger als Deputirte der Con-cert-Direction; aber ich konnte ihren Antrag Donnerstagüber 8 Tage im Abonnements-Concert zu spielen, wegenZeitmangels nicht annehmen. Ein eigenes Concert gebe ichauch nicht und seitdem diese Beschlüsse feststehen, berei-tet Mendelssohn eine ähnliche Fete im Gewandhaus vor,wie er sie Liszt gab."

Dienstag Nachts 12 Uhr. Mendelssohn's gabeneine Soiree, wo David vortrefflich Quartett spielte, ich meinE-dur-Concert und Etüden. Endlich verlangte Felix meineSpässe am Ciavier und am Ende phantasirten wir zusam-men; ein würdiges 'Seitenstück zu unserer letzten Londo-ner Production. Endlich G-u-t-e-Nacht, ich werde schlafen