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seinen Kindern herumspringt. Ich kann Euch nur in Ge-danken küssen, liebe Kinder, aber wenn ich zurückkomme,will ich Dir, liebe Clara, eine schöne Geschichte erzählen.Mendelssohn's grüssen herzlich. Abends wollen wirviel abwechselnd und zusammen spielen, und nun Adieufür heute! . . ."
„Leipzig, Montag, 12. October 1840, 11 Uhr Nachts,(gestärkt durch Deinen Brief vom 6. d. M.)
.... Nun ein wenig von mir. Gestern Nachmittagwar ich mit Mendelssohn allein, viel am Ciavier; er spieltemir einige Nummern vor, die für seinen Paulus bestimmtwaren, die er aber weder aufführen, noch drucken Hess.Sie sind vortrefflich, nur etwas dramatischer gehalten unddesshalb vielleicht passender als einzelne Stücke im Con-certsaal, wie in Verbindung mit dem Oratorium gehörtzu werden. Auch einige „Lieder ohne Worte" im Manuscr.spielte er mir, die reizend sind. Um */s 2 Uhr gingen wirzum Diner zu David's, wo auch die Schwester der Cecile,Mme. Schunck, mit ihrem Mann war, eine geistreich leben-dige Frau. Auch Mme. David war mir eine neue, sehrfreundliche Bekanntschaft; sie hat sehr feine angenehmeManieren. D. spielte uns nach Tische sein neues Violin-'Concert in D-dur, welches gewiss überall Aufsehen erre-gen wird; Mendelssohn accompagnirte; dann musste ichphantasiren und machte, hoff' ich, manches Gute. Um J / a 6Uhr eilten wir in den Gewandhaussaal, der schon über-füllt war. Mendelssohn hatte mich mit aufs Orchester ge-nommen, die Directoren nöthigten mich hierauf in ihreLoge. Der rauschende Beifall, mit dem Mendelssohn em-pfangen wurde, war durch die Ausführung der Ouvertürezu Euryanthe und Beethovens B-dur-Symphonie mehr alsgerechtfertigt. Sein Einfluss auf's Orchester gab diesemFeuer, Schmelz und Nuancirung, so dass ich in Genussschwelgte. Eine hübsche neue Sängerin, Dlle. List, gefiel;— uns Musikern aber nicht ganz, weil sie als Schülerinvon Bordogni, nur Donizetti und Bellini sang. Der Po-saunist Müller ist der grösste Virtuose, den ich auf sei-