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auch, dann ist es aber der viele Champagner, den mirFreund Löwenstern aufdrang; er gab mir und Chorley eintoll-splendides Diner. . . . Jetzt schlägt es 12 Uhr, alsogute Nacht Dir und den Kindern."
Zwischen Frankfurt und Leipzig schreibt Moscheiesnur eilige Zeilen. Der nächste längere Brief an seine Frauist aus
„Leipzig, Sonnabend 10. October 1840.Nachmittags 4 Uhr.
Seit gestern Nacht um 11 Uhr hier, konnte ich kei-nen Moment finden, Dir zu schreiben, und jetzt brenntmir der Kopf, wenn ich denke, wie voll mein Herz istund wie wenig Zeit vor Abgang der Post (dabei lässtFelix im Nebenzimmer seinen Jungen am Ciavier singen).An die Mutter will ich auch noch schreiben, ebenso Dei-nem Vater antworten, aber Alles eilig. In Mendelssohn'snettem Hause bin ich sehr herzlich empfangen worden;seine Frau ist voll von Liebreiz, Anspruchslosigkeit undkindlichem Sinn, aber für mich keine vollkommene Schön-heit, weil sie Blondine ist. In Mund und Nase gleicht sieder Sonntag. Ihre Art zu sprechen hat eine angenehmeSchlichtheit, ihr Deutsch ist Frankfurtisch, also nicht rein.Sie sagte bei Tische naiv: „Ich spreche für meinen Felixzu langsam und er so schnell, dass ich ihn nicht immer'verstehe. Heute war Chorley Gast bei Tische; sie ist aberso einfach im Wesen, dass sie öfters aufstand, um Schüs-seln zu reichen. Ich habe ihr gesagt, wie ich hoffte, dasssich zwischen Dir und ihr einst ein freundliches Verhält-niss anknüpfen würde, und sie freut sich darauf; einst-weilen bist Du oft der Gegenstand unseres Gesprächs.
Heute Morgen bei der Probe bin ich von Limburger,Kistner, David, Härtel, Schumann und Frau mit offenenArmen empfangen. Alle wollen wissen, ob ich bleibenund spielen will, Mendelssohn sagt: „nur bleiben, hier blei-ben , ein eigenes Concert geben und im Abonnements-Concert spielen;" doch bin ich noch ganz unentschieden....Wenn Du nur gesund und vergnügt bist! ich nehme mirvor, frisch und lebendig zu sein, wie Mendelssohn, der mit