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und das ganze Musikantentreiben. Ole Bull dröhnte demarmen Mendelssohn die Ohren voll über G. Schilling - , derihn in den Jahrbüchern der Musikzeitung heftig angegriffenhat — kurz eine Rede verdrängte die andere, als sie kaumin's Leben getreten war — wie die Wellen der aufgereg-ten See sich jagen und verschlingen — und dabei sassChorley, sein Schnupftuch beissend — und ich sah schon dasAthenäum diese Scene in drastischen Bildern illustrirend.Mendelssohn, Schindler und ich gingen auf Mayer's Bit-ten noch mit zu ihm, wo mit dem geistreichen Schriftstel-ler Louis Lax dann noch das musikalische Gespräch fort-gesetzt ward.
Unser Plan, die heutige Nacht zu durchreisen, wurdebesprochen und aufgegeben; wir gehen erst morgen frühnach Cöln. Gott mit Dir und den Kindern und ich mitDir in Gedanken. . . ."
„Dienstag Abend 6. October 1840.
An Bord des Dampfers zwischen Cöln und Coblenz.
Um 728 Uhr heute früh, als ich meinen Brief für Dichauf die Post getragen, fuhren wir ab, und nicht wie ge-wöhnlich über Jülich, sondern über Düren. Die Gegendnicht romantisch, viele der schönen Punkte entstellt durchdie Eisenbahn, die üppigsten Wiesen durchschnitten, dieFelsen zernagt und durchbohrt. Chorley war etwas unwohlund desshalb stiller, die Unterhaltung zwischen Mendels-sohn und mir immer lebendig und abwechselnd.
In Cöln (um 3 Uhr) wählten wir das Hotel Rhein-berg, weil Ole Bull und Eicke, wie wir wussten, im kaiser-lichen Hof absteigen würden; wir wollten gern uns selbstüberlassen bleiben. . . ."
„Frankfurt, Mittwoch Nachts 11 Uhr.Wir haben heute die schönste, lieblichste Rheinfahrtbis Mainz gemacht, wo wir um 3 Uhr Nachmittags an-kamen. Ich wollte noch Manches auf dem Dampfbootan diesem Brief schreiben, aber meine Schrift wäre zittrigund undeutlich geworden, welches ich, wie Du weisst,nicht ausstehen kann. Jetzt zittert meine Hand vielleicht