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2 (1873)
Seite
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Beim Abschied zeichnet Mendelssohn noch mit der Federein ganzes Blatt voll Anspielungen auf die Erlebnisse derletzten Wochen in's Album der Frau, Chorley schreibteine Erklärung in Knittelversen darunter, Moscheies einigetiefbewegte Abschiedsworte, und um Mitternacht entführteine Dover-Mailcoach die drei Reisenden. Leider hat aberder Wagen vier Plätze und ein Ungebetener stört dasFreundes-Trio.Er schläft gut" , sagt Einer ,überlegenwir, was wir mit ihm thun, wenn er aufwacht!"Ihnumbringen, ist das einzige Mittel", sagt ein Anderer.Der Schläfer regt sich in diesem Augenblicke; natürlicherschraken die Sprecher ob ihres schlechten Witzes undMoscheies fällt mit der ihm eigenen Geistesgegenwart(auf englisch) mit den Worten ein:Und dann sagte sie,nie würde sie diesen Mann heirathen." Ein Satz, der sichvon da als Sprichwort unter ihnen erhielt. Mendelssohnbricht in ein homerisches Lachen aus, das die beiden An-dern ansteckt. Was mag der noch halb "Verschlafene vonseinen Cumpanen gedacht haben?

Als die drei Freunde nach einer fatalen, achtstündi-gen Seefahrt in Ostende in Moscheies' erwärmtem Schlaf-zimmer sitzen, ist es dessen erstes Geschäft, seiner Frauzu schreiben; Chorley fügt freundliche Worte hinzu, Men-delssohn macht wieder eine Federzeichnung ein schwan-kendes Dampfboot auf hochbewegter See und darunterdie Worte: Heiss mich nicht reden, heiss mich schweigen.

Schiller.

Es giebt Augenblicke im Menschenleben.

Goethe.

Here the ship gave a lurch and he grew seasick.

Byron.

Wir sitzen aber alle drei sehr comfortabel um dasFeuer in Moscheies' Zimmer und gedenken Ihrer.

Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Die Weiterreise wird in Mendelssohn's Wagen mitPostpferden gemacht und Moscheies' nächster Brief andie Frau ist aus