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2 (1873)
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sagt, ungerecht. Ich glaube nicht, dass die Verbündetenes wegen des blossen Ausschliessens Frankreichs vomTractat zu einem Kriege zwischen diesem und Englandkommen lassen. Der Continent wird im schlimmsten Fallenicht so von Albion abgeschlossen werden, dass der Pia-nist S. K. H. des Prinzen Albert, den Louis Philippekürzlich beschenkt, nicht ruhig zwischen beiden LändernIrin und her reisen könnte; daher denken wir noch immeran unsre Boulogner Tour. Heute erwarteten wir Mendels-sohn, und mit nicht geringer Ungeduld; Sonnabend soller schon in Birmingham Probe halten."

Am 20. September geht Moscheies mit dem glücklichangekommenen Freunde nach Birmingham; die Frau sollihnen Tags darauf folgen. Moscheies schreibt ihr um 4 UhrNachmittags:

Wenn Du diese Zeilen liesest, fasse neuen Muth, dieReise nach Birmingham anzutreten, denn meine so ange-nehm vollbrachte Fahrt ist mir ein sicherer Vorbote, dassauch Du sie glücklich zurücklegen wirst. Wir sind unge-heuer schnell gefahren und schon in 4% Stunden ange-kommen. Meine Unterhaltung mit Mendelssohn war un-ausgesetzt lebhaft und interessant, Du oft ihr Gegenstand,auch die Gedanken viel bei Dir. Ich installirte mich gleichin dem netten Stork-Hotel und ass mit Mendelssohn undAyrton bei Moore (vom Fest - Comite), dort wohnt Men-delssohn. Das Vorhergehende schrieb ich in seinem Schlaf-zimmer , von dort wurden wir zusammen zum Essen ge-rufen , und jetzt statt meine Siesta zu halten, fahre ichfort, um Dir zu sagen, dass heute Abend Chorprobe seinsoll. Vorher gehe ich mit Mendelssohn in die Musikhalle,wo er Orgel spielen will. Ich werde Dich an der hiesigenStation empfangen....."

Mendelssohn schreibt:

Darf ich meinen Gruss hier einschwärzen und Ihnenin Moscheies' Brief sagen, wie lieb, freundlich und gütiger auf der Herreise mit mir war, wie mir die Stundenverflogen sind, als wären es Minuten, und wie ich nurimmer denke, wie macht man's, um für solche wirkliche