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Wohlthaten seinen Dank wenigstens auszusprechen? Esgeht aber ein für allemal nicht, auch nicht schriftlich,aber herzlich desto mehr. — Auf frohes Wiedersehenschon morgen! Und an die Kinder alle meinen bestenGruss.
Stets IhrFelix Mendelssohn-Bartholdy."Gleichzeitig schreibt die Frau ihren Verwandten:„Unser lieber Mendelssohn, anders kann ich ihn nichtnennen, am 18., um 4 Uhr Nachmittags in London ange-kommen, war um 7 Uhr bei uns, brachte seine alte Freund-schaft und Herzlichkeit mit, war genial, heiter, gesund,genug ein Muster von einem Menschen. Bei Tische undden ganzen Abend wurden alle Reminiscenzen frühererglücklicher Stunden hervorgesucht, dann zog er Mosche-les zum Ciavier und liess sich alle seine Lieblings-Etüdenvorspielen, und da jede sein Liebling ist und er sich beijeder neu enthusiasmirte, so gehorchte er erst um Mit-ternacht meinem dritten Aufruf, doch nun endlich zuBette zu gehen und zu ruhen. Sonnabend zwischen 4 und5 Uhr war er wieder da, und da Moscheies zu einem Schü-ler gerufen ward, blieben er und ich eine Stunde allein;dann spielte er zu seiner grossen Zufriedenheit mit E.seine Ouvertüre zur „Fingais Höhle" und liess sich ihreComposition vorspielen. Chorley und Klingemann kamenzu Tische und Abends genoss Felix der Kleine eine solcheBalgerei mit seinem grossen Herrn Gevatter, dass dasganze Haus davon erzitterte. Wer hätte es geglaubt, dassderselbe Mensch, der so mit einem Jungen herumtollte,auch so phantasiren könne? Die beiden M. fantasiren näm-lich zusammen über gegenseitige Themen und wenn ichsage, es war herrlich, schön, merkwürdig, so habe ich esdoch nicht beschrieben; sieben Jahre lang hatte ich sienicht zusammen spielen gehört, mein Eindruck war: es istso schön, dass es der Mühe werth ist, sieben Jahre daraufzu warten. Sonntag um 9 Uhr war Mendelssohn wiederbei uns und die ganze liebe Familie begleitete ihn undPapa an die Eisenbahn. Ich blieb den ganzen Sonntag