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2 (1873)
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habe am Sonnabend mein Pastoral - Concert probirf",schreibt Moscheies;es gefiel den Freunden, aber es stei-gen doch bisweilen Zweifel in mir auf, ob mein jetzigesArbeiten nach bestimmten Grundsätzen nicht der Leich-tigkeit und Frische schadet, durch die ich mir in meinerersten Jugend so viel Eingang für meine Compositionenverschaffte. Und doch bin ich froh, der musikalischenWelt mein ernsteres und tieferes Streben zu zeigen, wieauch mein jetziges Gelingen hinter dem Wollen zurück-bleibe".

Moscheies schrieb in diesem Winter die Etüden in A,6 /s-Tact und das LiedLiebesfrühling". Die Beethoven-Edition ging fort und von Mendelssohn's Andante undPresto H-dur und -moll, sowie von Liszts neuen Etüdenwurden Correcturen gemacht.

Das Tagebuch sagt:Ich lehnte die Ehre ab, näch-stes Jahr wieder Mitdirector der Philharmonie zu sein,denn was kann ein Director unter sieben ausrichten? Ichstehe immer vereinzelt mit meinen Neuerungsgelüsten da,und am Ende werde ich noch für die Missgriffe der An-dern verantwortlich gemacht".

Hummel war gestorben, und Moscheies wurde derehrenvolle Antrag, seine Stelle in Weimar zu bekleiden.Er schwankte einen Augenblick, zog aber doch die Frei-heit seiner Londoner Stellung den Fesseln eines Hofesund Theaters vor, obwohl er den Herrschaften sehr er-geben, und auch von ihrer Güte für ihn überzeugt war.

Ein Brief der Frau sagt:Ich habe Euch wiederwunderliche Dinge zu erzählen. Eine Weihnachtsvorstel-lung, worin der Nordwind in einem Ballet vorkommt,hinterher Braham als Masaniello .und endlich v. Amburghmit seinen Thieren. Dann von einem Besuch in Hertford-shire bei A.'s, die uns einluden, um einer Fuchsjagd bei-zuwohnen. Wir folgten in einer offenen Kalesche denreitenden Herren, die hier und dort hinsprengten, dochkonnten wir uns nicht für die Sache begeistern. Hausund Einrichtung sind splendid, ihre Autographen-Samm-lung interessant, und die rothberockten Herren bei Tische

Moscheies' Leben. II. ?