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obigen, und des Vaters Anerkennung auch hier aufs"Wärmste ausgesprochen; dann fährt sie fort:
„Erinnern Sie sich noch, lieber Herr Moscheies, wieFelix an einem der Abende, die Sie im Herbst bei unszubrachten, das wunderschöne Adagio in Fis-dur auseinem Haydn'schen Quartett spielte? Vater liebte Haydnvorzugsweise, jenes Stück war ihm neu und ergriff ihnganz wunderbar. Er weinte, während er es hörte undsagte nachher, er fände 'es so unendlich traurig. DieserAusdruck fiel Felix sehr auf, weil mesto darüber standund es doch uns Andern eher den Ausdruck der Heiter-keit gemacht hatte. Sein Urtheil über Musik war oftzum Erstaunen scharf und richtig für Jemand, dem dochdas Technische eigentlich fremd war. Sie, lieber HerrMoscheies, schätzte er sehr hoch und hatte Sie herzlichlieb. Ueber Felix habe ich keine Sorge mehr, er hat sichsehr gesammelt und wenn auch ein tiefer Schmerz in ihmzurückgeblieben ist, so ist doch dies Gefühl sehr natür-lich und nicht in der peinlichen Art, wie sein Anblick inder ersten Zeit war, wo er uns Alle mit Sorge und dop-peltem Leid erfüllte. Die bessere Jahreszeit und das Reisenwerden ihn hoffentlich in die Stimmung ganz 'zurückführen,die er suchen muss, wenn er fortfahren will, in VatersSinn zu leben, wie er es stets bei seinem Leben gethan.Es war ein Verhältniss zwischen den Beiden, wie man es
wohl selten hier auf Erden findet......Und nun wünsche
ich Ihnen Beiden ein herzliches Lebewohl.
Fanny Hensel.
Wie nun auch die Gedanken und Gefühle bei denfernen, leidenden Freunden weilten, London und Mosche-les' Stellung darin behaupten ihr Recht über ihn, er kannsich dem Strudel nicht entziehen. So giebt es stets neuetheatralische Genüsse, über die das Tagebuch berichtet:„Braham hat das kleine Haus St. James Theatre ge-pachtet und mit seltnem Geschmack in Louis' XIV. Stylausschmücken lassen. Die Truppe, mit Jenny Vertpre undanderen Grössen der französischen Bühne, ist ausgezeichnet