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Sie ihn einfach berichten, ist wirklich wunderbar, undwenn er zunächst Sie wieder in Ihrer discreten besonnenenGutmüthigkeit zeigt, so erinnert er nicht minder an Schiller'sgoldene Worte:Und die Tugend, sie ist kein leererSchall!" Leider blieb dem Verstorbenen nicht Zeit, sieim Leben zu üben; nachdem er überall gestrauchelt, sollteman glauben, dass er eben jetzt angefangen, sich zumGuten zu entschliessen und das erinnert an den noch golde-neren Spruch der Rabbinen:Bessere Dich eine Stundevor Deinem Tode!" Es zeigt ferner, wie Talent und auchdie grösste Bildung nur Irrwische sind, die den, welchensie führen, unfehlbar in's Verderben leiten, wenn ihn daswahre, innere Licht, Charakter und Gewissen nicht aufdem rechten Wege erhält, und es zeigt, dass alle Schuldsich auf Erden rächt. Nun wollen wir seine Seele inFrieden ruhen lassen. Ganz der Ihrige.

A. Mendelssohn-Bartholdy."Und wie schloss diese Angelegenheit? Leider aufdie traurigste, unvorhergesehenste Weise. Der herrlicheMann, der von Felix so innig verehrte Vater, Moscheies'treuer Freund, starb schon am 19. November desselbenJahres, und dieser erschütternde Schlag benahm Moscheiesdie Spannkraft die Sache weiter zu verfolgen. Es wider-stand ihm, sie einem Rechtsanwalt zu übergeben! So istihm sein bedeutender Verlust nie ersetzt worden; dieFamilie des J. G. hat es nie der Mühe werth erachtet,das Andenken eines nahen Verwandten von schwererSchuld zu reinigen, obwohl sie sich in vortrefflichen Ver-mögensumständen befinden soll.

Ein kurzer, heitrer Aufenthalt im hamburger Familien-kreise folgte diesem Ausflug nach Berlin, und die letztenzwei Monate des scheidenden Jahres wurden in unermüdlicherThätigkeit einer Kunstreise durch Holland und Belgiengewidmet.Ich kann über -das Phlegma der Holländernicht klagen", schreibt Moscheies aus Amsterdam;siehaben mich vom Jahre 1820 an, wo ich die Gastfreundschaft