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gaben bezahle ich durch mein Spielen im Abonnement-Concert."

Ausser dem G-moll-Concert, das heute in der Probevortrefflich ging, wird meine Ouvertüre wieder g-egeben,so wie das Duett mit Felix, um welches wir ersucht wordensind. Felix benimmt sich gegen mich immer gleich liebens-würdig und mit einer seltenen Bescheidenheit. Er sagtemir u. A., ehe ich gekommen, hätte er sich schon mit demGedanken und Wunsch herumgetragen, ob ich wohl einDuett mit ihm spielen möchte? Er hätte mir bald des-wegen geschrieben. Er wird hier vergöttert und ist auchmit mehreren Musikern und Honoratioren auf freundlich-stem Fusse, jedoch intim mit Wenigen und zurückgezogengegen Viele. Meine Mutter behandelt er mit besondererAufmerksamkeit. Du hast Recht, das Zusammenkommenmit ihm giebt mir neuen Aufschwung und viel Genuss" .....

Sonntag frühyUhr:Ich war mit Felix und Hauser gesternbei zu Tische geladen; es speisten da Baurath Limburgerund Hofrath Keil (zwei Directoren), auch Geh.-Rth. Lehmann.Die Eigenthümlichkeiten der Familie sind: Das Super-gelehrtthun des Herrn, die altkluge Geschwätzigkeit derFrau, die blöde Verschmitztheit der Tochter. Die Auf-wartung war von einem Mädchen besorgt, welches an derZubereitung der Speisen grossen Antheil gehabt habenmuss, wie der ihr anklebende Schmutz bewies. Dazu einalter Aufwärter, der bei meinem Concert Kassirer gewesenwar und nur mit der Brille auf der Nase seinen Dienstversehen konnte. Alles dies gab uns nachher viel Stoffzum Bekritteln, dazu kam dass Herr bei Tische sehrindiscret über einen Aufsatz des Hofrath Rochlitz in derMusikalischen Zeitung sprach, was Felix in eine auffallendmürrische Stimmung versetzte, der er wie eine losgehendeLuftbüchse im Weggehen Luft machte."

Einen Theil des Abends verbrachte ich mit denMeinigen, den andern bei Felix tete ä tete. Wir trankenThee, plauderten recht vertraulich, und dann spielte ermir mehrere seiner vortrefflichen Fugen und Lieder ohneWorte (Manuscript) vor. Morgen früh geht meine Mutter