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fort, das wird mir den Tag schwer machen! aber ich willmich ermannen."
Nachmittags: „Ich komme eben von einem sehr freund-lichen Diner bei Kistner mit Felix, Hauser, Dr. Schleinitz,Weisge, Fink u. A. und schreibe Dir diese Zeilen, eheich mich zum Concert ankleide. Eben erhielt Felix dieNachricht, dass seine Schwester angekommen ist. DieEltern schreiben, ich möchte sie doch nach Berlin begleitenund bei ihnen wohnen. Felix wünscht es sehr, aber ichweiss noch nicht, ob ich mir den Rasttag gönne. Vor-mittags war Felix mit mir bei meiner Mutter, um ihr wieversprochen vorzuspielen. Er liess sie viele meiner Etü-den hören , spielte auch seine „Hebriden-Ouvertüre",und machte sie ganz glücklich. Hätte ich Dich, hätte ichEuch Alle nur hier. Es soll, es muss aber.doch Alles gutgehen — nur Courage! Adieu! Auf glückliches Wieder-sehen!"
Der nächste Brief ist aus Berlin vom 14. October da-tirt. Er lautet: „Deine Zeilen erhielt ich Montag in Leipzig,und sie machten mich wieder glücklich. Sie waren mirBalsam nach den Stunden der Scheidung von der Mutter,die Montag früh abreiste. Durch Deinen so herzlich aus-gesprochenen Wunsch, ich möchte mir den Abstecher überBerlin gönnen, hast Du meinen Schwankungen ein Endegemacht — Felix und ich haben seine Schwester hieherbegleitet, Montag waren wir noch bis Mitternacht auf einerSoiree bei HärteTs, wo ich allein und mit Felix gespielthabe. Dann packte ich (ohne John) bis f/ a ;2 Uhr, und schonum 6 Uhr Morgens sassen wir im Wagen. Unsere Unterhal-tung war belebt und köstlich, und Du sehr oft ihrGegenstand. Felix' Schwester ist ein gar nettes liebens-würdiges Weibchen. — Felix hatte einen Brief an seineEltern expedirt, um sie von allseitiger Ankunft zu benach-richtigen; als wir aber um I f 2 2 nach Mitternacht anlangten,merkten wir an der Todtenstille im Hause, dass jenerBrief nicht angekommen war. Es wurde Niemand von