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hat jetzt die Gelbsucht, sagte Chopin, der hier vor Kurzem,'aus irgend einem Bade kommend, wenige Tage auf derDurchreise nach Paris zugebracht hat. Nach Tische wiederzur Mutter, dann mit Felix zu Hauser zum CaffetrinkenWir unterhielten uns ernst und spasshaft an seinem Streicher,den ich mir vermuthlich zum Concert ausbitten werde,obschon mir Felix sein Ciavier anbot. Dieser führte michzu Dr. Härtel in sein neues Landhaus, nahe am Wallgelegen, — für Leipzig eine Merkwüidigkeit, da der Be-sitzer, der für Italien schwärmt, es ganz im italienischenStyl erbauen Hess. Wie wunderschön, reich und doch ein-fach diese Villa ist, werde ich Dir besser mündlich, alsschriftlich klar machen. Abends bis 9 Uhr war ich wieder"!bei Wieck, um Schumann zu treffen, der ein stiller unddoch interessanter junger Mann ist. Wieder Hess ich mirvon Clara viel vorspielen, vortrefflich, wie ich schon sagte._jIch gab ihnen auch ein Pröbchen meines Phantasirens".
Am 2. October schreibt er:
„8 Uhr Morgens. Ich erwarte Felix und will indessenden Tag gut beginnen, indem ich Dich frage: Wie hastDu geschlafen, liebes Weib; was machen die Kinder?Componirt Emily, lernt Serena ein Epos auswendig understürmt Felix irgend eine Festung? Ueber alle diesePunkte ist hoffentlich schon Nachricht für mich unterwegs."
9 Uhr. „Felix ist da, und jetzt gehe ich mit ihm inseine Wohnung, um mir sein Oratorium vorspielen zulassen". „Und nun (schreibt Mendelssohn dazu) klemme ichzwischen das Couvert und die Oblate noch geschwindmeinen herzlichen Gruss und Dank; ich hoffe Ihnen Beidesausführlich in diesen Tagen zu sagen, heut ist noch alleEile des ersten Tages da und ich muss heute Vormittagviel Neues hören — da können Sie denken, wie ich michdarauf spitze. Sie verderben mich aber wirklich, dass Siemir schon wieder ein so wunderhübsches Geschenk gesandthaben. — Aber wir wollen gehen! — Leben Sie denn wohlfür heut und grüssen Sie mir die Ihrigen Kleinen, womitEmily schon nicht mehr gemeint sein kann".
Am folgenden Tage (3! Oct.) berichtet Moscheies: