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1 (1872)
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sang" in ihrer reizendsten Weise, Braham aber überschriesich in Neukomm'sMidnight review" so sehr, dass erviel detonirte. Ich selbst spielte mein G-moll-Concert,aber auf einem zähen Erard mit stockenden Tasten, dermir viel zu schaffen machte."

Im dritten Concert, das Moscheles dirigirte, brachteer auch seine Ouvertüre zurJungfrau von Orleans" mitBeifall zum Vortrag. Von der Beethoven'schen Sympho-nie in B-dur wollten die Blätter einstimmig behaupten,sie habe unter seiner Leitung nie geahnte Schönheitenentwickelt. Rubini und Lablache sangen herrlich; dochrügte man die Wahl Rossini'scher Stücke, als nicht clas-sisch genug für dies Publicum. Endlich trat der jungeBennott, ein Schüler von Potter, in einem Clavierconcerteigener Composition auf, das Moscheies den besten deut-schen Meistern nachgearbeitet, tüchtig und bedeutendfand, wenn er ihm auch wünschen musste, er möchte sichbei künftigen Arbeiten weniger an seine Meister anlehnen,und an Energie zunehmen. H. Herz, der Pianist, spielteauch ein Concert, von dem Cramer bissig bemerkt hatte:c'est Paris tout crache"; auch musste er sich gefallenlassen, dass die Morning-Post esmusic fit for a panto-mime" nannte.

Wie Bath im Süden, so verlangte auch Manchester imNorden nach seinem Lieblingspianisten. Ueber den Aufent-halt in letzterer Stadt mögen einige Auszüge aus Briefen,die er von dort aus an die Frau richtete, Auskunft geben.Während fünftägiger Abwesenheit geschrieben, enthaltensie nicht viel künstlerisch Interessantes;/doch mögen siehier ihren Platz finden, um den Familienvater ins richtigeLicht zu stellen.

Schon unterwegs, aus Leicester, schreibt er einigeZeilen in liebender Besorgniss um Frau und Kinder. Dannheisst es:Drei stillschweigende, dünne, in sich gekehrteEngländer waren meine Reisegesellschaft. Ich schliefvortrefflich, so oft ich aufwachte, dachte ich an Dich unddas war Einmal, aber ich dachte auch im Traum an Dich.Küsse mir die Kinder-und sei ruhig und vergnügt."