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Kaum war Moscheies von einem Aufenthalt an derSeeküste neu gestärkt nach London zurückgekehrt, als ersich wiederum zu einem grossen Musikfeste rüsten musste,das in Birmingham begangen wurde. Man hörte Werke vonHändel, Haydn, Beethoven, Neukomm und Spohr, aber,wie der Spectator rügte, unbegreiflicherweise nur die alier-bekanntesten, „abgedroschensten". Das neue Neukomm'-sche Oratorium „David", nennt das Tagebuch verdienst-lich in Behandlung der Singstimmen, jedoch in Form undEntwicklung verbraucht und veraltet und fügt hinzu:„Neukomm hat von dem Zeitgeiste nur die starke Be-nutzung von Hörnern und Posaunen angenommen, zweiOphicleiden und sogar einen Tamtam hinzugezogen. Letz-teres Effectmittel hätte er lieber verschmähen sollen, dieAufführung, unter Leitung des Componisten, war befrie-digend und Hess bei den massenhaft herzugeströmtenHörern ein gutes Andenken zurück.- Diese wurden dannhinter dem Oratorium her noch an demselben Morgenmit einer Auswahl Händel'scher Musik regalirt. DassNeukomm in einem dieser Festconcerte, wo er Orgel spielte,ein Gewitter durch herabfallende Balken und ähnlicheMittel vorstellte, that ihm grossen Schaden; denn das ge-hörte unstreitig in ein Vorstadttheater. Der dritte Mor-gen brachte den ganzen „Messias", jedoch mit Hinweg-lassung der Mozart'schen Blasinstrumente, was scharfgetadelt ward. Am vierten Morgen folgte „Israel inAegypten", leider aber nicht rein und ganz, sondern durchHinweglassungen und Einschiebungen arg verstümmelt.Dass man diesem herrlichsten Oratorium erst eine Aus-wahl verschiedener Stücke aus geistlichen Tonwerkenvorangehen Hess, konnte ich in meinem Sinn nur mit dernordischen Sitte vergleichen, dem Magen der Gäste, dieman zu einem splendiden Mahl ladet, erst verschiedenestimulirende Genüsse zu bieten, ehe man sich zur Suppeund der Phalanx der darauf folgenden Gänge nieder-setzt."
Ausser diesen allmorgendlichen, geistlichen Aufführun-gen ward auch an den Abenden concertirt und zwar, sehr