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1 (1872)
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Am ii. November schreibt Moscheies in sein Tage-buch:Bei der gestrigen Aufführung desHamlet" inDrury Lane fühlte ich mich bei einer Stelle lebhaft an daserinnert, was ich meinen Schülern so oft predige: dasSich-Bewusstbleiben inmitten einer schwierigen Leistung,die Ruhe und Beherrschung seiner selbst. Der grosseDichter lässt seinen Hamlet sagen:Nor do not saw theair too much with your hand thus, but use all gently,for in the very torrent, tempest and as I may say, whirl-wind of ycur passion, you must acquire and beget a tem-perance, th it may give it smoothness."

Ueber die erste Aufführung desMaskenballes"von Auber, schreibt Moscheies:Die Musik oft sinnbe-täubend, oft aber auch pikant, der Ball über alle Massenbrillant."

Die Hauptbeschäftigung in diesem Winter blieb fürMoscheies an häuslichen Abenden die Composition desB-dur- Concerts (fantastique). Nebenher machte er dasImpromptu in Es-dur und die leichte Waare, OperaticReminiscences, für die Herausgabe fertig.

Dazwischen kamen aber auch manche unliebsame Un-terbrechungen. Als er einem alten Freunde zu Liebe seinSwiss divertimento" revidiren soll, schreibt er:Ich ver-fuhr damit, wie Kotzebue's Briefschreiber inSorgen ohneNoth". Der Hess nur die WorteMein lieber Freund!"oben am Blatte stehen und setzte das Uebrige hinzu. DasZusetzen kostete mich zwei ruhige Abende; einen drittenmusste ich dem ungarischen Baron Rathen opfern, dermir durchaus seinemusikalische Liebes-Scene, durch einenSturm unterbrochen", vorspielen wollte. Auf seiner eng-lischen Karte nennt er sichLehrer der Orgel, des Cla-viers, des Gesangs und des Doro-Bass (Thorobass)."Auch den Flügel, den Herr R. in der Welt herumführt,musste ich sehen, sollte ich bewundern, konnte es abernicht. Es ist ein Wiener Flügel mit doppelter Tastatur;die untere gewöhnliches Ciavier, die obere soll wie Quar-tett und Blasinstrumente klingen, ist aber schwach; siewird mit Hülfe eines Pedals gespielt. Mir war die Ehre