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Am ii. November schreibt Moscheies in sein Tage-buch: „Bei der gestrigen Aufführung des „Hamlet" inDrury Lane fühlte ich mich bei einer Stelle lebhaft an daserinnert, was ich meinen Schülern so oft predige: dasSich-Bewusstbleiben inmitten einer schwierigen Leistung,die Ruhe und Beherrschung seiner selbst. Der grosseDichter lässt seinen Hamlet sagen: „Nor do not saw theair too much with your hand thus, but use all gently,for in the very torrent, tempest and as I may say, whirl-wind of ycur passion, you must acquire and beget a tem-perance, th it may give it smoothness."
Ueber die erste Aufführung des „Maskenballes"von Auber, schreibt Moscheies: „Die Musik oft sinnbe-täubend, oft aber auch pikant, der Ball über alle Massenbrillant."
Die Hauptbeschäftigung in diesem Winter blieb fürMoscheies an häuslichen Abenden die Composition desB-dur- Concerts (fantastique). Nebenher machte er dasImpromptu in Es-dur und die leichte Waare, OperaticReminiscences, für die Herausgabe fertig.
Dazwischen kamen aber auch manche unliebsame Un-terbrechungen. Als er einem alten Freunde zu Liebe sein„Swiss divertimento" revidiren soll, schreibt er: „Ich ver-fuhr damit, wie Kotzebue's Briefschreiber in „Sorgen ohneNoth". Der Hess nur die Worte „Mein lieber Freund!"oben am Blatte stehen und setzte das Uebrige hinzu. DasZusetzen kostete mich zwei ruhige Abende; einen drittenmusste ich dem ungarischen Baron Rathen opfern, dermir durchaus seine „musikalische Liebes-Scene, durch einenSturm unterbrochen", vorspielen wollte. Auf seiner eng-lischen Karte nennt er sich „Lehrer der Orgel, des Cla-viers, des Gesangs und des Doro-Bass (Thorobass)." —Auch den Flügel, den Herr R. in der Welt herumführt,musste ich sehen, sollte ich bewundern, konnte es abernicht. Es ist ein Wiener Flügel mit doppelter Tastatur;die untere gewöhnliches Ciavier, die obere soll wie Quar-tett und Blasinstrumente klingen, ist aber schwach; siewird mit Hülfe eines Pedals gespielt. Mir war die Ehre