Phantasie in F-moll spielte, war weit mehr im Einklang-und machte besseren Effect."
Die Concerte folgen nun Schlag auf Schlag. In demdes jungen Schulz muss Moscheies die zwölfhändig arran-girte Zauberflöten-Ouvertüre mitmachen. In Mori's über-fülltem Saal spielt er mit Mendelssohn das neue Stücküber den Preciosa-Marsch. Am 10. Juli geben die Künst-ler alle ein grosses Concert für eine verunglückte Familie.Mendelssohn und Moscheies wirken in einem Stück fürvier Claviere von Czerny mit.
Am 12. Juli leiht Mr. Hope, der Besitzer der herrlichenGemäldegallerie sein Local und die vortrefflichsten Er-frischungen zu einem Concert zum Besten des Kinderhos-pitals her. „Die Musik, zu der auch ich mein Scherneinbeitrug, ward im Saal der italienischen Schule gemacht,und wollte man etwa fern von dieser bleiben, so konnteman sich in dem Saal der niederländischen Schule bewun-dernd ergehen, da aber unter Andern auch die Malibranund Paganini mitwirkten, so drängte sich Alles zumHören hin."
In einer anderen Privatsoiree Hessen sich H. und Pa-ganini in der Kreutzer-Sonate von Beethoven zusammenhören und Moscheies kann nicht umhin, „diese Leistungals einen Frevel zu bezeichnen". Paganini ward in dieserSaison nicht weiter gehört, da der Unglückliche nur nachLohdon gekommen war, um sich einer Operation seinerKinnlade zu unterziehen, wobei er den grössten Muthzeigte; er wurde auch vollkommen hergestellt.
Gelegentlich einer Aufführung des Händel'schen„Messias" heisst es: „Ich hatte mein Mittagbrod über-stürzt um keine Note des Meisterwerks zu versäumen;nachdem ich aber eine Zeitlang angespannt zugehört,stellte es sich mir mit Wehmuth heraus, dass das bischenGeistesfrische, welches mir im Strudel der Saison nochgeblieben war, nicht ausreichte, um ein solches Riesen-werk künstlerisch in mich aufzunehmen. Solche Betrach-tungen aber waren es, die mich immer wieder auf denGedanken zurückführten, meine durch Thätigkeit in Eng-