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1 (1872)
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um die ich für mich angehalten, die er mir aber ver-weigert hatte. Er fertigte mich wieder mit einigen höf-lichen, höfischen Phrasen über die Zufriedenheit IhrerMajestäten ab', und die Gesellschaft wechselte kein Wortmit mir."

Kein Wunder, dass Moscheies Brighton ärgerlich ver-liess, aber die Freude, wieder bei den Seinigen zu sein,verwischte bald diese unangenehmen Eindrücke. Mr. Gri-mal, ein grosser Musikenthusiast brachte ihm Beethoven'sMesse (op. 123), die er noch nicht kannte, und die auch inLondon noch nicht gehört war, mit der Bitte, sie beieinem Mr. Alsager zu dirigiren. Dieser, ein Mitarbeiteran derTimes", schrieb nicht nur seinen City-Artikel sehrgut, sondern trieb auch die Beethoven-Verehrung bis zumFanatismus. In seinem grossen Musiksaal wurden Beet-hoven'sche Werke mit ganzem Orchester gegeben. Am23. December schwang Moscheies zum ersten Mal bei einerAufführung den Dirigentenstab über dieses freilich zumTheil aus Dilettanten bestehende, aber doch sehr guteingespielte Orchester. Von da an musste er es öftersdirigiren.Ich hatte mich", schreibt Moscheies,in daskolossale Werk (die Missa solemnis) durch Studium ganzversenkt. Zuweilen erschienen mir einzelne Phrasen nichtauf dem Höhepunkt kirchlicher Musik; doch diese fielengegen den Geist, der das Ganze belebt, wie Arabeskeneiner Zeichnung weg. Der Enthusiasmus meiner eng-lischen Freunde fachte auch meinen Eifer an, die Compo-sition in gehöriger Auffassung zu geben. Miss Novellosang ganz vortrefflich, auch Miss H. Cawes that ihrBestes. DasBenedictus" mit dem himmlischen Violin-Solo (Mori) entzückte Alles."

Nachdem sie am 24. December wieder das schöneWeihnachtsfest gefeiert, beendete Moscheies am 25. in derFesttagsruhe die Skizze des Septett-Adagio's, instrumen-tirte," copirte die Stimmen in den nächsten Tagen undhatte die Freude, es am 31. December vor einigen musi-kalischen Freunden mit grossem Erfolg probiren zukönnen.