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zu einem Concert frei machen, sie sei mir sehr huldvoll ge-sinnt." Der Grossherzog aber wollte zwei fremde Gesandtenempfangen, was hinderlich dazwischen trat. Es blieb da-her bei dem einzigen Hofconcert, zu dem ich mich vormeiner Ankunft engagirt hatte; die Herrschaften warenäusserst gnädig und überreichten mir einen mit Brillantenbesetzten Amethystring."
26. October: „Zu Tische bei Hummel's; mit ihm vier-händig phantasirt; die Zuhörer entzückt. Aber mir war'skein Felix. Schnell in unsere Reisekleider geworfen undnach Erfurt gefahren."
Am 28. October Abends langten sie in Frankfurt an,wo sich neue Schwierigkeiten wegen eines rasch zu ver-anstaltenden Concerts fanden. „Meine Kunstbrüder Schelble,Schnyder v. Wartensee, Rosenhain, Wolff, Guhr undAndere wussten mich aber zu bereden, bis zum 7. Novem-ber zu warten, was ich ungern that."
Mittlerweile geniesst er, was sich ihm bietet und besuchtunter Anderen auch Hofrath A. in Offenbach, über den A*Jtter sagt: „Er drang mir seine Gelehrsamkeit scheffelweiseauf und wollte mir aus jeder Zeile seines soeben erschei-nenden Lehrbuchs beweisen, dass noch Niemand vor ihmdie musikalische Setzkunst verstanden, viel weniger darü-ber zu schreiben gewusst habe. Noch zeigte er mir einevon Mozart unbeendigt gebliebene Oper Bettulia Liberata.Das gedruckte Textbuch ergiebt, dass Gassmann 1786Musik dazu geschrieben hat. A. hat es unternommen,das Werk zu ergänzen und zeigte mir die Partitur seinerOuvertüre, die ich spielte und die Werth hat."
Am 7. November ging endlich Moscheies' Concertglücklich von statten; er hatte ihm mit Ungeduld ent-gegen gesehen, weil ein in London gut gestellter Künstlerfür Continentalunternehmungen gar zu grosse Geldopferbringen muss, selbst wenn sie so vollkommen gelingen,wie die seinigen auf dieser Reise.
Von Frankfurt aus hatte er noch ein Concert in Kölnzu geben, lehnte dann aber alle ferneren Anträge ab und