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in der Oper zu spielen, so dass Felix aufsprang und zuRedern lief, um ihn zu fragen, ob sich bis Sonntag etwasarrangiren Hesse? Der Bescheid aber, es ginge erst nachMittwoch, befestigte Moscheies' Entschluss, sogleich abzu-reisen; doch nahmen sie Felix' Versprechen mit, er wolleim Frühjahr in London bei ihnen zu Gevatter stehn, undschenkte der Himmel einen Knaben als Ersatz für denverlorenen Liebling, so sollte er Felix heissen.

Nun ging's die Nacht durch nach Leipzig, wo im Hotelde Baviere abgestiegen wurde. Die Subscription für dasdortige Concert trug bereits 200 Unterschriften, so dassMoscheies sogleich bei Wieck ein gutes englisches Instru-ment probirte, welches er ihm zum Concert zu leihen ver-sprach.

Das Tagebuch erzählt hierauf von gastfreundschaft-lichen Zusammenkünften; dann heisst es:Bei Wieck ge-übt und mir von seiner kleinen überaus begabten Claravorspielen lassen."

Am 22. October fand das Concert unter grossem Zu-drang und enthusiastischem Beifall statt, und bereits amfolgenden Tage wurde um 9 Uhr Vormittags davongerollt. Das reizende Wetter machte die Reise nachWeimar zur wahren Lustfahrt. Am 24. October verzeich-net das Tagebuch Besuche bei J. N. Hummel, Frauv. Goethe und Anderen.

Am 25. wurden sie zum Dejeuner bei Frau v. Goethegeladen.Da gab es viel besternte und betitelte Personen,die viel aus mir und meinem Spiel machten, währendmeine Frau und ich es beklagten, dass der grosse Geniusdes Orts, Goethe, vor einigen Monaten gestorben war. Zwar befanden wir uns in seinem Hause, doch nicht ein-mal seine eigenen Zimmer konnten wir sehen, da Allesdarin noch ungeordnet und desshalb Niemandem zugäng-lich war. So konnten wir zum Andenken an den grossenMann nur einige Facsimile's, die letztgeprägte Medailleund eine Haarlocke, die Frau v. Goethe uns schenkte, er-halten. Die Damen des Hofes in der Goethe'schen Ge-sellschaft meinten:Die Hoheit werde mir den Sonntag