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längst anberaumten zahnärztlichen Operation unterzog.Gleich nach dieser genoss ich die Freude, mir von denbeiden Knaben Eichhorn vormusiciren zu lassen, und zumSchluss trat ein musikalischer Freund ein, dem ich bis indie Nacht hinein vorspielen musste." .

Der Juli gleicht einigermassen dem Juni, nur dass einpoco a poco decrescendo" eintritt.

Vom 14. August an verlebte man- bei Hamburg mitlieben Verwandten eine glückliche Zeit in ländlicher Ruhe.Glücklich leben hiess aber für Moscheies componiren undmusiciren und dies geschah privatim mit den besten Kräf-ten der Stadt, öffentlich zum Besten des Pensionsfondsverarmter Musiker.

Am 4. October ging es weiter nach Berlin, um dortein Wiedersehen mit Moscheies' Mutter zu feiern, die dort-hin gereist war, um die Familie zu treffen. Die vortreff-liche Frau, die mit ganzer Seele an dem Sohn und seinerFrau hing, hatte hier zum erstenmal das Glück, sich ihrerEnkel zu freuen und genoss es in vollen Zügen.

Der grösste Anziehungspunkt war natürlich für Mo-scheies Felix Mendelssohn und sein elterliches Haus. Dortwaren sie täglich zu irgend einer Zeit, dort wurde Musikfür das Herz gemacht, dort vertraulich über Geschäftemit Felix' Vater berathen. Moscheies sagt:Jch übe michtäglich auf Felix' prächtigem Erard, den er mir auchzum Concert leihen will; wir phantasiren oft zusammendarauf, und Jeder von uns sucht die von dem Andernuntergelegten Harmonien blitzschnell aufzufangen und da-rauf weiter zu bauen. Dabei hat Felix die Sucht, jedesMotiv aus einer seiner Compositionen, das ich bringe, soschnell als möglich durch eins der meinigen zu unter-brechen und abzuschneiden, was uns Stoff zu herzlichemLachen gibt. Es ist oft wie ein musikalisches Blindekuh-spiel, bei welchem die Tappenden zuweilen mit den Köpfengegen einander rennen!"

Am 11. October wohnte Moscheies einer genussreichenAufführung der Walpurgisnacht in Felix' elterlichem Hausebei; die Soli wurden von Mantius, den Devrients und