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viel vorspielen. Die Einladung zu diesem Abend beant-wortete er der Frau in folgenden Zeilen:Ich dankeHerrn Moscheies sehr, dass er von meinen neuen Sachenetwas sehen will und wenn er mir verspricht, zu sagen,sobald es ihm zu viel wird, so schleppe ich einen Cab vollManuscripte herbei und spiele Sie sämmtlich in Schlaf."

i. Mai (Sonntag). Mendelssohn und Klingemann schonum ein Uhr. Ersterer schenkte mir die Partitur seinerOuvertüre zu denHebriden", die er in Rom am 16. De-cember 1830 beendet, später aber für die Herausgabe ver-änderte. Oft schienen mir seine Sachen schon in derersten Anlage so schön und abgerundet, dass ich mirkeine Veränderung denken konnte und diesen Punkt dis-cutirten wir auch heute wieder. Er blieb aber bei seinemPrincip des Aenderns. Ein herrlicher Spaziergang imPark mit Mendelssohn und Klingemann brachte Früh-lingsahnungen."

Weiter heisst es in einem Briefe der Frau:Unsereinteressanten Tischgäste waren Haizinger's: er, der herr-liche Tenorist, auf den die hiesige deutsche Oper stolz seinkann, sie, schön und liebenswürdig wie immer, ferner un-sere grosse Schröder und unser noch grösserer Mendels-sohn. Natürlich war die Unterhaltung lebendig und diebeiden Damen so heiter, dass sie viele Anekdoten zumBesten gaben, und durch charakteristische Geberden illu-strirten. Als nun eben die Schröder erzähltewie er seinSchwert zückte" und dabei ihr Tischmesser drohend ge-gen Haizinger erhob, flüsterte mir Mendelssohn zu:Waswohl John (der Diener) bei solcher unenglischen Lebhaftig-keit denkt? Einer, der so etwas ansieht und nicht ver-steht, was es bedeutet, bedenken Sie nur""..... Der

Abend brachte die schönste Musik, Einer übertraf denAndern."

7. Mai:Heute mit Mendelssohn bei einem Diner, woer nicht spielen wollte und Field es recht ungenügend that."

8. Mai:Gemüthlicher Abend mit Mendelssohn undKlingemann, das Programm für unsere Soiree am 10. Maiunter tausend Scherzen, zusammengestellt."