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söhn entgegen, der zur grossen Freude des Hauses Mo-scheies am 23. April in London erscheint. „Wir hattenihn längst erwartet, aber ein leichter Cholera-Anfall hieltihn in Paris fest. Jetzt ist er zu uns Insulanern mit sei-nem Schatz neuer Compositionen herüber geschwommen,nun kommen wieder herrliche Tage."
Wollen wir diese näher beleuchten und uns die grosseIntimität der Beziehungen vergegenwärtigen, so dürfenwir nur das Tagebuch reden lassen, welches das fast täg-liche Zusammenkommen mit ihm bezeugt. Gleich am24. April speist er mit Klingemann bei Moscheies. „Erspielte zum erstenmal seine sogenannten Instrumental-Lieder für Ciavier, später „Lieder ohne Worte", und dasCapriccio in H-moll; Alles athmet Geist und Leben, dieLieder eben so tief gemüthlich und innerlich, wie das Or-chesterstück dem Concertsaal angepasst. In meinem neuenC-dur-Concert, das er zum erstenmal hörte, gefiel ihm be-sonders das Adagio."
25. April: „Zu Tische Mendelssohn und Klingemannmit Meyerbeer und der so eben zur deutschen Oper an-gekommenen Schröder-Devrient. Felix und ich spieltenseine vierhändige Symphonie, ich mein C-dur-Concert.Die Schröder sang die Scene aus dem „Freischütz" ganzvortrefflich."
28. April: „Probe des Philharmonischen Concertes undKünstlercongress. Mendelssohn, Meyerbeer, LablacheField und J. B. Cramer dort; Abends mit Meyerbeer inseiner Loge den „Barbiere" von der Cinti und Lablachegesehen; ausgezeichnet."
30. April: Heute spielte Mendelssohn uns seine Can-tate „Die erste Walpurgisnacht" vor, die ich früher inBerlin gehört und bewundert, die mir nun aber in ihrerUeberarbeitung und mit ihren bedeutenden in Italien ge-machten Veränderungen als ein prägnanteres Ganze er-schien. Auch das zu der silbernen Hochzeit seiner Elterncomponirte Liederspiel „Die Heimkehr aus der Fremde",diesen reizenden musikalischen Scherz, spielte er, endlichdie Ouvertüre zu den „Hebriden". Auch ich musste ihm