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hausen sang ein „Magnificat" mit Oboe-Begleitung, sehrschön, nur etwas schwächlich, weil sie leidend war. MissMasson war ausgezeichnet, die Chöre sind es auch. . .
30. September 12 Uhr Nachts.
Man ist mit dem Zuspruch zum Festival noch nichtrecht zufrieden, und hofft, es werde morgen besser werden.200 Guineen-Plätze, 200 ä 12, und 200 a 7 sh. — das ist Alles,was abgesetzt wurde. — Das Concert, was ich eben ver-schluckt habe, sollte das Motto tragen: Allzuviel ist un-gesund!
Erster Theil: Neukomm's Symphonie — massigerBeifall. Glee von Horsley, den wir in London hörten.Drei englische sentimentale, etwas schleppende Songs unddas schöne Violinconcert von Spohr, sehr unvollkommenvon Mawkes gespielt, dazwischen der gewöhnliche ita-lienische Schlendrian aus dem „Barbiere", „Turco in Ita-lia" etc. Neukomm's „Midnight Review", mit ungeheuremPathos gesungen, machte grossen Effect.
Zweiter Theil: Wieder allerlei Songs — worauf dieEngländer wie besessen sind; ebenso das Trio „Papataci''aus der „Italiana in Algieri"; aber Miss Masson sangihre Aufgabe schön, die Ouvertüre zu „Euryanthe" gingsehr gut, Mme. Stockhausen musste ihren Jodler wieder-holen, und dann o weh! kam das versauerte Trio vonCorelli (Lindley, Dragonetti, Lucas). Zu meinem grossenGenuss sang Phillips einen „langhingsong" mit Chor ausHändel's „Allegro" und musste ihn wiederholen. Du siehst,ich muss hier viel unnützes Zeug verschlucken, um mireinige wahre Genüsse zu verschaffen. Unter diesen stehtnatürlich der einzige Messias oben an."
Zum Weihnachtsfest wird nach guter deutscher Sitteein Baum angeputzt und als die Thür sich der überraschtenJugend öffnet, spielt der Hausherr einen Tusch, ein Mirli-ton-Marsch von Neukomm wird von drei Freunden ge-blasen, der kleine Litolff setzt die Gäste durch sein vor-treffliches Spiel der Moscheles'schen Variationen „Clair dela lune", in Erstaunen. Dann folgt ein Lied, „Nonsense"betitelt, Text von Barry Cornwall, Musik von Neukomm: