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bot London, boten die Freunde noch manche andere. DieEröffnung der New London Bridge ist Veranlassung zueiner grossartigen Procession auf der Themse. König undKönigin, Lord Mayor und Aldermen fahren in mittelalter-licher Pracht über den Strom, und bilden mit dem Hof-staat und der Dienerschaft ein Costümbild, wie man eszur Zeit Heinrichs VIII. und der Königin Elisabeth aufder Themse gesehen haben mag. Auch Schloss Windsorund die königlichen Privatzimmer wurden dem Ehepaargezeigt und von dort aus ein reizender Ausflug über dasalte Runnymede, wo King John die Magna Charta gab,nach Eton unternommen, auch das College besehen, woein Byron seine Studien machte. Museen und Bilder-gallerien stehen ihnen an Privattagen offen, und als dieFrau mit den Kindern im September auf einige Wochennach Richmond Hill zieht, wird ihnen sogleich durchLord Sidmouth, den Vater zweier Schülerinnen, der sonstfür Wagen verschlossene Park zu Spazierfahrten freige-geben.
Wir erwähnen dies als Beleg für die Pietät der Eng - -länder. In Erinnerung der Freuden, die der Künstlerbereitet, wollte man sich dankbar gegen ihn und dieSeinen erweisen, und war es nicht nur während ihresmehr als zwanzigjährigen Aufenthalts in England, sondernauch.später bei jedem noch so kurzen Besuch.
Während des Aufenthalts in Richmond geht Moscheiesauf einige Tage zum Musikfest nach Derby und schreibtseiner Frau hierüber: „Im Abendconcert gab man die Mo-zart'sche Symphonie in C mit der Fuge (in England „TheJupiter" genannt). Draussen war ein heftiges Gewitter,so dass der Saal durch die leuchtenden Blitze doppelt er-hellt ward und die Composition durch den krachendenDonner eine mächtige Zuthat bekam. Das übrige Con-cert war ein Mischmasch, in dem jedoch viel Gutes war.„King Death" gefiel sehr, und „The Sea" musste wieder-holt werden (beides Lieder von Neukomm). Gestern warNeukomm's „Prophecy of Babylon" sehr effectvoll, ersteht in dieser Gegend hoch in Ansehen. Mme. Stock-