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die Portraits des Moscheles'schen Ehepaars zu zeichnen;ferner der junge Phrenologe Holm, der die Charaktereund Geistesanlagen in der Schädelformation der Anwesen-den entdecken wollte. Neukomm hatte ihn eingeführt,und war gläubiger als das Moscheles'sche Ehepaar, dassich aber doch gern von dem jungen Arzt die Schädel-lehre erklären, Thieraugen und Hirn als Beleg seciren Hess.
Der böse Gast aus Asien, die Cholera, hatte ihnenwegen der wiener Freunde und der hamburger undprager Verwandten bange Sorgen gemacht, und Moscheiesschreibt den Letzteren: „Ja,, wir haben manche trübeStunde; aber die Kunst und das Gottvertrauen müssendarüber hinweg helfen." Und wirklich blieben Alle ge-sund und die Wolke, die plötzlich den heiteren Himmelbeschatteta, war bald dem hellsten Sonnenschein gewichen.
Die grosse politische Reform, die in dieser Zeit Eng-land bewegte, Hess auch das Moscheles'sche Ehepaar nichtunberührt, und es wird viel darüber hin- und hergeschrie-ben. Als die Reformbill verworfen und infolge dessendas Parlament aufgelöst war, finden wir folgende Notizbei Gelegenheit eines Balles in Camberwell: „Das In-teressanteste daran war das Hin- und Herfahren. Ihr wisstaus den Zeitungen, dass Viele der „dissolution' halber illu-minirten; Viele aber wollten es nicht, und die kamen übelweg; denn man zerbrach ihnen die Fensterscheiben.. Aufdem ganzen Wege nach Camberwell, sieben englischeMeilen weit, war doch fast Alles illuminirt, und vieleTransparents mit den lächerlichsten Inschriften zu sehen,z. B. „The bill, the whole bill and nothing but the bill!"Ein patriotischer Fleischer stolzirte in Flammenschrift mit„The enemies of reforme tobe sentto the dominions ofDonMiguel"; „William the Restorer" und „William the patriotking" war wohl hundert Mal zu lesen, während wiedereinige Häuser ganz dunkel und verschlossen dazwischenstanden. Eine Menschenmasse, so gross wie ich sie niegesehen, belagerte die Hauptstrassen und hemmte denVerkehr".
Ausser den stets fortlaufenden musikalischen Genüssen