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1 (1872)
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so gewaltigen Eindruck, dass Moscheies eine Phan-tasie darüber schreiben musste, die, wenn auch von ihmselbst nur als Stiefkind betrachtet, doch von den Schule-rinnencharming" anddelightful" genannt wurde, so dassgar manche zarte HandNachts um die zwölfte Stunde"den grossen Kaiser die Trommel wirbeln liess. Aberauch die grösseren und ernsteren Werke Neukomm'swurden gegeben, und sein OratoriumDie zehn Gebote"für das Musikfest in Derby im September angenommen,nachdem es zuvor in der Classical Harmonie Society inLondon mit dem grössten Beifall gegeben worden war.Auch im Moscheles'schen Hause veranstaltete man eineAufführung im Kleinen mit Quartett und Contrabass-begleitung und einem zweiundzwanzig Sänger starkenChor (unter den Solosängerinnen Frau Stockhausen undClara Novello). Moscheies, der die vortreffliche musika-lische Bildung und Richtung des Freundes schätzte, sagtüber ihn:Es thut mir leid, dass er so unendlich vielschreibt und beständig den Grundsatz im Munde führt,dem er auch nachlebt: man müsse täglich etwas machen.Wo bleibt da die Inspiration, die allein vor Banalitätschützt?" Als Mensch war Neukomm im Hause Moscheies'überaus geschätzt und man nannte ihn dort die Ency-klopädie; wollte man über irgend etwas belehrt sein,gleich fragte man ihn; er wusste Alles.

Die Philharmonischen Concerte kommen heran, undMoscheies findet wiederum manchen Missbrauch zu rügen.Noch immer sitzt der Conductor am Ciavier, seine Par-titur umblätternd, ohne Taktirstab, also ganz ohne die Auf-führung zu beeinflussen, die der Vorgeiger allein leitenmuss; daher das öftere Schwanken bei der Aufführunggrösserer Orchesterwerke. Auf den Programmen sind dieverschiedenartigsten Dinge oft zu einem seitsamen Aller-lei zusammengerüttelt. Zwischen die Orchesterwerke istKammermusik eingeklemmt. Dann wieder der erste Theil.von Spohr'sJüngstem Gericht" und ein gemischter zweiterTheil. Das ist nichts für ein deutsches Ohr, was würdeSpohr dazu sagen?