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1 (1872)
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angeregt fühlte, diese Vorzüge in seinen Adagio's geltendzu machen.Ein wahres Cello", pflegte er zu sagen, undstets lobte er den Ton, den er ohne die Dämpfung aus-halten konnte, während ihm das viele Pedalnehmen, sei.es die Dämpfung, sei es das einseitige Pedal, bis an seinLebensende widerwärtig blieb. Ein guter Spieler, hiess es,muss solche Hülfsmittel nur selten gebrauchen, sonst miss-braucht er sie leicht. Oft auch, wenn er einen bravenClavierspieler hörte, pflegte er ihn in vielen Stücken zuloben, aber hinzuzusetzen:Wenn er nur nicht beständigdie Füsse auf den Pedalen hätte; alle i Effecte sollen jetztdurch die Füsse hervorgebracht werden, wozu hat mandenn Hände? Es ist, als wollte sich ein guter Reiter immerder Sporen bedienen!"

Unter seinen damaligen Schülern befand sich auchder zehnjährige Henry Litolff, der ihm als armer talent-voller, aber ziemlich verwahrloster Knabe von seinemFreunde Collard übergeben wurde, und dessen Talent ersofort erkannte. Sein Vater, ein Elsässer, der seine zahl-reichen Kinder nur spärlich durch seine Tanzmusik er-nährte, konnte kein Ciavier für seinen Henry beschaffen;dieser übte aber in der Collard'schen Fabrik und war beijeder Lection so vorbereitet, dass er Moscheies durch dasSpielen seiner Etüden und Concerte erfreute und er-staunen machte.

Der erste musikalische Stern am diesjährigen nebeligenWinterhimmel Londons war Neukomm. Von diesem warfür die bevorstehenden Philharmonischen Concerte eineneue Symphonie in Es-dur ausgearbeitet worden, derdasattische Salz fehlte". Dennoch sollte er sich im Laufedieses Jahres die grösste Popularität erwerben, wozu«inige von ihm componirte zündende Texte des DichtersBarry Cornwall wohl den Grundstein legten.David'sSchmerz um Absalon", von Braham hochtragisch vor-getragen;The Sea" von Phillips, ganz im Geiste desnationalstolzen Textes gesungen, mussten beständig aufdem Programm stehen. Namentlich aber machte die schonbesprocheneNächtliche Heerschau" (nach Zedlitz) einen