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tions of Denmark", als Nachklang der dänischen Reise,zusammengestellt und die hübschen nordischen Motiveverfehlten ihre Wirkung nicht.
Wir finden in diesem Jahr auch manche Klagen überMusikzustände. „Es ist ein Missbrauch, in jedem Philhar-monischen Concert zwei Symphonien und zwei Ouvertürenzu geben, dazu noch zwei grosse Instrumental- und vierGesangstücke, ich kann immer nur die eine Hälfte ge-messen." Ein andermal heisst es: „Beethoven's neunteSymphonie durchgefallen! Was soll ich davon denken?Liegt die Schuld am Dirigenten, an den Ausführendenoder am Publicum? Ich weiss es nicht, aber so darf esnicht bleiben." Und wirklich blieb es nicht so; dennnachdem die Herren Directoren beschlossen hatten, sienach diesem und einem im Jahre 1824 missglückten Ver-such nie wieder zu geben, nachdem sie sich eingeredet,„der taube Componist habe das tolle Zeug geschrieben, weiler es nicht gehört", schlug die deutsche Presse so gewaltigLärm und ging mit den Verächtern dieses Riesenwerkesso streng in's Gericht, dass es Ehrensache wurde, es auchin England zu würdigen und vorzuführen. Freilich dauertees einige Jahre, bis die richtige Erkenntniss zum Durch-bruch kam. Wie wir später sehen werden, wandte sichdie Philharmonische Gesellschaft an Moscheies, der dieSymphonie mit Erfolg einstudirte und dem Publicum zu-gänglich machte. Von da an behauptete sie ihren Platzauf den Programmen der Gesellschaft.
Weiter im Tagebuche blätternd, finden wir folgendeNotiz: „Was es alles für musikalische Thorheiten täglichfür ein Entree von 1 sh. in EgyptianHall giebt: 1) Michael Boai,ein Deutscher, der mit Fäusten an sein Kinn schlägt undeine Melodie, ja sogar allerlei Variatiönchen daraus her-vorbringt, und 2) ein Engländer, der vorgiebt, zwei Töneauf Einmal zu produciren, indem er, einen Clarinettentonsummend, zugleich einen Basston brummt. Eine effectloseGeschichte!" Ebenso wenig Effect erzielte die russischeHornmusikcapelle durch das staunenswerth präcise Ein-fallen des einen Tones, den jedes ihrer Hörner hergab.