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siehst, und die Phantasie nun darüber lässt sich garnicht schreiben. Guillou, der sein zweites Concert zu ge-wöhnlichen Preisen angekündigt hat, bot mir an, es nunmit ihm zu doppelten Preisen zu geben. Das kostet michnur drei Tage Zeit, weshalb ich es annahm. Nicht wahr,die drei Tage lassen sich verschmerzen? Das Concertwird in G's. Namen, unter meiner Mitwirkung, angekündigt."

Später schreibt er:Dieselbe Scene wie bei meinemConcert hat sich nun nach der ersten Ankündigung wie-derholt. Wieder Alles zu doppelten Preisen ausverkauft.Auf meinen Th'eil kamen 641 Thlr. Uebrigens werde ichnun doch ein Schnupfer, denn Seine Majestät beehrte michmit einer goldenen emaillirten Dose, Prinz Christianschickte einen Brillantring, Frau eine goldene Uhrkette;ausserdem war der Hof durch den Hofmarschall sehrcomplimentös."

Die Rückreise wurde ohne Störung mit einem Haltin Flensburg und Schleswig zurückgelegt, wo einige vor-her arrangirte Concerte stattfanden, und Ende Novemberwar die Familie wieder in Hamburg vereinigt.

Die Tage bis Mitte December verflogen pfeilschnellin befreundeten Kreisen. Dann wurde das Ränzchen ge-schnürt, und beim Jahresschluss war man glücklich inParis angekommen.

1830.

Dies Jahr begann herrlich und in Freuden mit einemsechswöchentlichen Aufenthalt in Paris und erfolgreichenSoireen. Auch in London finden wir nach der Rückkehrdas thätig musikalische Leben früherer Jahre. Leider bliebenjedoch die Schatten nicht aus, die das Lichtbild, wennauch nur vorübergehend, trübten. Ein Sturz aus demWagen, in welchem Moscheies von Lection zu Lection zufahren pflegte, schien anfangs bedenkliche Folgen nachsich ziehen zu wollen. Man befürchtete ein Gehirnfieber.Zum Glück aber wurde das Uebel rasch überwunden;