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dem Concert hatte ich standhaft ausgeschlagen, weil ichzurückeile. . . . Heute Nacht muss ich trotz aller Eilehier in Helsinborg, wo ich Dir schreibe, übernachten; ichhabe Dir einen kurzen Auszug meines letzten Briefes aufeinem anderen, vielleicht schnelleren Wege geschickt, da-mit Du nicht ohne Nachrichten bleibst."
Er hat einer Aufforderung, nach Stockholm zu gehen rnicht Folge geleistet, obgleich er am Anfang dieser Reiseeinige Schritte gethan hatte, um sich dort ein Concertvorbereiten zu lassen. Das Alleinreisen ward ihm gar- zuunbehaglich. Aus Kopenhagen meldet er dann: „An einzweites Concert hier kann ich nicht denken, weil es michneue vierzehn Tage kosten würde. Der Andrang zu denBestellungen für das einzige ist daher sehr gross. DieMilder giebt Sonntag das ihrige und reist Montag nachBerlin zurück. Sie will nach London — ich konnte ihrnur höflich abrathen; aber sie sagte: „Ich will's denn dochwagen; wenn die Tiroler so viel Glück gemacht haben,so wird auch noch Etwas für mich übrig sein!" „AberSie werden doch nicht für 3 sh. singen wollen?" sagte ich.Nein, (im tragischen Ton) ich werde nur in den höchsten-Cirkeln singen!" — Ich suchte das Gespräch auf anstän-dige Weise abzukürzen."
„Ich habe das beliebte Liederspiel „Elverhoy" im Thea-ter gesehen; es ist auf eine altdänische Sage gegründet,die charakteristischen Lieder und Chöre von Kuhlau ge-schmackvoll dazu arrangirt. Die Ouvertüre, die ein Com-pendium des Ganzen enthält, gefiel mir sehr. Bei Weysehabe ich wieder einen zweistündigen Besuch gemacht, daer mir hier der Interessanteste ist. Er unterhielt michmit gelehrten Abhandlungen über Kunst im technischenund ästhetischen Sinn; seine Fugen und besonders seineRäthselkanons sind meisterlich. Morgen kommt er zumir und wir werden uns noch öfters besuchen.
Guillou bekam am Tage seines Concerts (das der Kö-nig nicht besuchte), 150 dänische Thaler von ihm und20 Louisd'ors vom Prinzen Christian; ein Gleiches ist, wieich höre, mir und der Milder „zur Vermeidung des Neides"