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1 (1872)
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sich an dieser niederliess, wurde von den Herren Schnapsund Hering stehend an einem Seitentische genossen,wozu nur drei Gläser für Alle dienten; dann gab's Kalb-fleischragout, Hecht und endlich Suppe, hierauf Gänse-braten, plum-pudding und herrliche Früchte zum Dessert.Mein Original ist ein untersetzter Sechsziger, dessen fun-kelnde Augen unter einer graubraunen Perrücke hervor-sehen, die Oberzähne fehlen, vier Unterzähne beschützenals Palisaden die sehr grosse, hängende, stets Feuchtig-keit sprudelnde Unterlippe. Er weiss immer das Wort zuführen und that es, trotz der Anwesenheit aller Honora-tioren; seine Frau hingegen muss eine Schweigsamkeits-klausel in ihrem Heirathscontract unterzeichnet haben.Herr S. war so voll von dem grossen Ereignisse, denProfessor Moscheies in Gothenburg und in seinem Hausezu sehen, dass er beständig die Backen vollnahm und denProfessor mit Lob übergoss. Er ist auch in seinen Flegel-oder Lehr-, nein Leer-Jahren ä la Wilhelm Meister undYorik empfindsam gereist, war auch in England, undfühlte sich gedrungen, auf den Professor zu toasten. Hiergebe ich Dir ein wahrheitsgetreues Pröbchen seiner ver-wickelt unsinnigen Rede, bis ich Dir mündlich mehr gebenkann:

Meine Herren! Sollte es kühn sein, wenn ich miteiniger Zuversicht das Hausrecht ergreife und das Wortführe? Bewahre mich Gott, dass ich die Ehre geniesseund auch der Zufall denn diese werthe Gesellschaft,die mich als schlichten Mann kennt, zu sprechen. DerZufall sage ich, dehn was ist Zufall? Gothenburg geniesstdie Ehre etc. etc." kommen die albernsten Lobpreisungenund dann geht es weiter:bewahre mich Gott, ohne derBescheidenheit dieses Mannes zu nahe zu tretender Zufall sag' ich, der uns diesen Mann die Be-wunderung bei Seite gesetzt gewiss einen bleiben-den Eindruck verschafft Er lebe hoch, der Meisterder Töne im Reiche des Schönen." Du kannst Dir den-ken, wie mir zu Muthe war; ich musste mir in die Zungebeissen, um nicht zu lachen. Der Gouverneur, die Räthe,