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Mädchen aus tiefem Schlaf, aber trotz eines vorher be-stellten Quartiers, bekam ich nur eine Kammer im Him-melreich, wo ich mit dem Kopf an die Decke stiess.Meine Frage, ob ich nicht eines der leeren Zimmer imersten Stock haben könnte, an denen wir vorbeigekommenwaren, wurde nur durch ein schwedisches Achselzuckenbeantwortet, welches für mich einem böhmischen Dorfeglich. So Hess ich die Dachkammer heizen, den Rauchin's Zimmer schlagen und legte mich in meinen Pelz ge-wickelt in's Bett. Mein schlechter Humor ward durch denGedanken an Dich überwunden; Th. Heils GedichtMachtder Frauen", das mir durch Zufall in die Hand kam,drückte meine eigenen Gefühle sympathisch aus."

Heute Morgen bekam ich die hübschen Zimmer, dieich in der Nacht sah; gerade die waren für mich bestellt.Mein Concert ist angezeigt und arrangirt für den 27., alsoin drei Tagen, und gleich darauf geht's wieder nachKopenhagen. Ich bin stets mit Calculationen über dasdänische und schwedische Postwesen beschäftigt, damitunsere Correspondenz nie zerrissen werde. . . In so einerfremden Stadt pflege ich immer gleich auf den Wall zugehen, um einen Ueberblick zu bekommen. Wie roman-tisch schauerlich diese Klippen und abgerissenen Fels-stücke um und selbst im Hafen! Der sich schlängelndeFluss Gota-Elf (Gothen-Elbe) erinnerte mich an unsereElbe und ich war nicht mehr allein. . . . Die Stadt hatgeräumige Strassen und Plätze und sogar eine, die an dieLinden erinnert. Das Wetter ist klar und schön."

Nun erzählt er von zwei grossen Familien, welche denOrt musikalisch beherrschen, natürlich nicht ohne Rivali-tät, die eine hat ein Clementi'sches, die andere ein Graf-sches Instrument. Welches wird Moscheies zum Concertwählen ? Das ist für die streitenden Häuser eine brennendeFrage. Er hilft sich, indem er beide nimmt und abwech-selnd darauf spielt. Vor dem Concert aber macht er einecht schwedisches Diner mit.Der Wirth, ein Original,das an seiner Tafel von fünfundzwanzig Personen phan-tastisch, hogarthisch, ja abderitlich präsidirte. Ehe man